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Der “Heile Baum“ AB BY / ÉP FA (3)
© Zoltán Ludwig Kruse

 Verwobenheit von Fruchtbarkeitssymbolik mit dem “Baum“

In einigen mittelalterlichen Fresken in der Toskana ist die Zusammengehörigkeit der geschlechtsspezifischen Namen der Fruchtbarkeitssymbolik mit dem “Baum“ eindrucksvoll reflektiert. Sie bekunden unmissverständlich, dass die bilddarstellerische Assoziation dieser Elemente eindeutig im Lautsprachlichen wurzelt. Kürzlich suchte ich zwei Orte verschiedener Qualität auf, um diese Gegebenheit für meine verehrte Leserschaft licht-bildlich zu dokumentieren und zu vermitteln. Einer befindet sich in der Stadt, während der andere in wilder, unberührter Natur verborgen liegt. Beide sind, wohl gemerkt, Wasser-Orte.

Baum der Fruchtbarkeit

Massa Marittima, Baum der Fruchtbarkeit, Foto: © Z. L. Kruse

Im zentral liegenden Quell-Wassergebäude “Il Fontanile” der Stadt Massa Marittima ist vor einigen Jahren, bei Restaurierungsarbeiten, ein mittelalterliches Fresko mit einem in seiner Art einzigartigem ”Bau~m des Lebens” zum Vorschein gekommen. Seine Äste haben kleine gelbe Blätter und tragen sonderbare Früchte: es sind lauter männliche Glieder, Pe~n~ise/Pha~ll~i. Die kundigen Planer der Anlage haben den Ort der Ausführung dieses zauberhaften “Baumes der Fruchtbarkeit“ passend gewählt: er befand sich ursprünglich in unmittelbarer Nähe vom fließenden Quell- “Wa~ss~er“, des Lebens Ursprung. Unter diesem Fülle und Fruchtbarkeit vermittelnden ”Pha~ll~us-Bau~m” (mag. FA~SZ – FA) weilen festlich gekleidete Damen. Sie haben, offensichtlich, seine Geschenke “erkannt“. Ihre Verhaltensweisen sind unterschiedlich: die eine versucht mit Hilfe eines Stockes eine “Frucht“ zu ergattern, die andere hält eine Frucht bereits in ihrer Hand, unauffällig, halb-verdeckt hinter dem Rücken; zwei von ihnen scheinen “sich in die Haare kriegend“ um eine Frucht zu streiten usw.. Die symbolträchtige Botschaft der fliegenden Raben-Vögel ist ebenfalls bedeutsam. Als ein sprechender Vogel gilt er als klügster und dadurch prophezeiungsfähiger Vogel unter den Artgenossen. Die Symbolik des Raben ist bekanntlich von Ambivalenz gekennzeichnet: entweder ist er solares Symbol für Weisheit (Bote des Sonnengottes; heiliger Rabe von Fruchtbarkeitsgöttinnen; Lugh’s Begleiter sind Zauberraben; die Raben Hugin “Denken“ und Munin “Gedächtnis“ sind Wotan’s unentbehrliche Kundschafter), oder aber Sinnbild der Dunkelheit, Unreinheit, Sünde, Zerstörung und des Betruges (vorwiegend im jüdisch-christlichen Kulturbereich). Bei aufmerksamer Betrachtung des Fresko, das besonders suggestiv für Spiegelungen ist, lassen sich da so manche subtile, bewegende Botschaften erschließen.

Das Naturheiligtum von San Colombano

Das Naturheiligtum von San Colombano, Foto: © Z. L. Kruse

Am Gewölbe des in den Tuff-Fels eingemeißelten Gebetsraumes der Templer-Einsiedelei “San Colombano“ im Fiora Tal sind Fresken zu erkennen, die in einer Feldersequenz, zwar etwas anders dargestellt als im Fresko von Massa Marittima, dennoch die selbe komplexe, baum- und geschlechtseigene Thematik der Fruchtbarkeit vermitteln: Rauten – das weibliche schöpferische Prinzip, Symbol von Fruchtbarkeits-Göttinnen; sprießende Samen – erstaunlich ist hierbei die Übereinstimmung der früh-mittelalterlichen Darstellung mit jener des viertausend Jahre früheren kingir/šumerischen Ideogrammzeichens MU (↔ mag. MAG “Samen, Kern, Spross, Nachfahre“), Labat, Deimel Nr. 61 “Mann, Held, Sohn, Baum, Holz, grade, Spitze, Hochsein, Samen, Nachfahre“; Bäu~me; Pe~n~ise/Pha~ll~i und Herz-Vu~l~ven. Die Nebeneinanderstellung von Sonnenlicht-pe~n~etrierte Öffnung (Loch – Lugh – Licht – lux – lu~ce|cie~lo) und Vulva vermittelt die große Botschaft: “Das helle, uralte Sonnen-Licht befindet sich im Inneren, in der Vulva“. Auf wundersame Weise findet man sie im Magyarischen in ursprünglicher verbaler Einheitlichkeit realisiert im Satz: A FÉNY~ES VÉN NAP FÉNY BENN VAN A BENN~BEN, A PIN~Á~BAN.

Herz-Vulva mit Bäumen

Herz-Vulva mit Bäumen, Foto: © Z. L. Kruse

Sprachliche Realisierung der ineinander-greifenden Wurzelideen von ”Hinein” – ”Baum” – ”Wasser” im Magyarischen

Unter den europäischen Sprachen ist die essenzielle, wandelbare Kernform PA, als system-bildende Grundlage eines umfangreichen lautlich-inhaltlichen Wortnetz-werks, soweit es mir bekannt ist, lediglich im agglutinierenden Magyarischen erhalten geblieben; und zwar in den Wandlungsgestalten: BE, , , , FA, FI, , /FE~J, ~L, . Wie man in der nachfolgenden Wortsphäre, die zwar unvollständig dennoch repräsentativ ist, entdecken kann, ist die Anwendung des Urwortskerns PA/BA/FA/VA im Magyarischen nicht beschränkt auf den stimmigen Ausdruck der ineinander-greifenden Bedeutungskomplexe ”Hinein” – ”Baum” – ”Wasser”, sondern es dehnt sich aus auf den Ausdruck eng-verwandter Bedeutungskomplexe, die die verschiedenen Valenzen von ”Innewohnen, Innigkeit, Intimität, Eindringlichkeit” ausdrücken.

Sonnen-Licht erfüllte Herz-Vulven

Sonnen-Licht erfüllte Herz-Vulven, Foto: © Z. L. Kruse

Nach innen gerichtete Bewegung – Weit-/Innensein: BE “ein, hinein, herein“ (↔ sanskr. pa- “Trinken, der Trinkakt“, lat. bi~be~re, it. be~re, türk. be~si “Ernährung, be~sin “Nahrung“, be~slemek “ernähren“) Erw. BE~L ”Inneres”, ~L ”Darm, Eingeweide”, BE~LE “in es/sie/ihn hinein“, BE~L~ÜL “innerhalb, inwendig“, BE~L~SŐ “Innere, innerlich“, BE~NN/BE~NT “innen“, BE~N~DŐ ”Wa~n~st, Pa~n~sen”, BE~N~SŐ ”Inneres, Innerstes; innenseiend, intim (Seele)”, BE~N~SŐ~SÉG ”Innigkeit, Intimität“, ~N~A “gelähmt“; “weit, breit“, Erw. ~SÉG ”Weite; Fülle”, ~G ”brüllt, heult”, ~G~Ő ”heulend; Contrabass”, ~M~~L ”brüllt”, ~SZ ”grimmig”, BO~SSZ~Ú ”Rache, Vergeltung”, BO~SZ~OR~KÁNY ”Hexe”; “Gram, Kummer“ (innen in der Seele), Erw. ~S “traurig, wehmütig”, ~S~UL ”grämt sich”, ~G ”dröhnt, braust”, ~J “steckt (drinnen)“, ~J~Ó ”sich versteckend”, ~J~ÁS ”Verstecken, Schlüpfen”, BU~J~A ”üppig; lüstern, wollüstig”, BE~~J~ÁS ”Hineinschlüpfen”, ~J~KÁL ”versteckt sich herumtreibend”, ~V~ÁR ”Taucher/in”, BA~NY~A “Vettel, alte Frau“, BA~BO~NA ”Aberglaube” usw.

Rauten - das Weiblich-Schöpferische

Rauten - das Weiblich-Schöpferische, Foto: © Z. L. Kruse

Bauschige, wulstige Körperteile, Körper und Tiere: ~B “Hau~be“, BA~B “Boh~ne“, ~P “Bu~ckel“, ~B “Hand~pu~ppe“, BA~BA “Pu~ppe, Ba~by“, ~BA “Hebamme”, BI~M~ ”Knospe” (it. ”Kind”), ~BI~TA ”Schopf”, BO~GYÓ “Bee~re“, BO~G ”Knoten, Knauf”, BO~G~ÁR ”Käfer”, BO~K~OR ”Bu~sch”, BO~G~LYA ”Schober, Dieme”, ~JA ”Bo~je”, BO~LY~G~Ó ”Planet”, BO~JT ”Quaste”, BU~N~KÓ ”Keule”, BU~Z~OG ”wallt”, BU~Z~G~Ó ”inbrünstig”, BU~Z~OG~ÁNY ”Streitkolben”, BO~HÓ ”kindlich”, BO~HÓ~C ”Clown”, BU~GGY ”Bau~sch, Aus~bau~schung”, Erw. BU~GGY~AN ”quillt/bau~scht hervor”, BU~GYI ”Schlüpfer”, BU~N~DA ”Pelz”, PU~HA ”weich” (eisenken/-graben ins Weiche), BO~CI ”Kälbchen”, BO~CS ”Bärenjunge” usw.

Innige Gefühlsempfindungen, eindringende oder sich äußernde innige Eigenschaften: “Zauber“ (innerer Z.; wirkt beeindruckend), Erw. ~V~ÖS ”zaubervoll”, ~V~ÉSZ ”Zauberer”; ~SZ~KE ”stolz”, ~SZ~KE~SÉG ”Stolz”; ~Z ”Gestank” (eindringender Geruch), Erw. ~Z~ÖS ”stinkig”, ~Z~L~IK ”stinkt”; ~Z “vertraut, überlässt“ (bewirkt durch Beeindrucken), Erw. ~Z~Ó “vertrauend“, BI~Z~ONY “wahrlich, gewiss“, BI~Z~ALOM “Vertrauen, Zutrauen“; ~J “Anmut“, Erw. ~J~OS ”anmutig”, BO~L~DOG ”glücklich”; BA~J “Unheil, Unglück“, Erw. BA~J~OS ”unheilig, problematisch”; ~N “bereut“, Erw. ~N~T “quält, plagt, kränkt“, ~N~AT “Wehmut“; ~N “Sünde“ (↔ gr. poi~n~é ”Buße, Sühne, Zahlung”, lat. poe~n~a “Buße, Strafe, Pei~n, mhd. pi~n~e“, mlat. pe~n~a “Höllenstrafe“, pe~n~itentes ”die Büßer”, it. pe~n~a “Strafe, Bestrafung“, pe~n~are “leiden“, pe~n~itenza “Reue, Buße“, pe~n~itente “büßend, reuig“, lat. pe~cc~are “verkehrt handeln, sündigen“, pe~cc~atum/-us “Sünde, Vergehen“, it. pe~cc~a “Fehler, Mangel“),~N~ÖS ”sündig, Sündige/r”, ~N~TET ”bestraft”, ~N~TET~ÉS ”Bestrafung”, BO~CS~ÁT ”verzeiht, lässt”, BO~CS~ÁN~AT ”Verzeihung” usw.

Heile Bäume

Heile Bäume, Foto: © Z. L. Kruse

Vom Erdboden aus hoch zum Licht wachsende Pflanzen- und Baum-Geschöpfe: ~D/~LD (arch. PO~T) ”Erd-Bo~d~en”, FE~L/~L ”hinauf”, “Gras“, Erw. ~V~ES ”begrast”; FA “Baum, Holz“, Erw. ~S “holzig; be~bäu~mt“, ~KK Bu~che (lat. fa~gus), ~KK~FA ”Bu~chen-Bau~m”, ~Z ”Wei~de; flechtet”, ~Z-FA ”Wei~den-Bau~m”, FE~NY~Ő ”Tanne, Fi~ch~te”, FE~NYŐ-FA “Tannen-Bau~m“ (lat. a~bi~es, it. a~be~te, engl. pi~ne, fi~r), ~G~E ”Fei~ge” (lat. fi~cus, it. fi~co engl. fi~g, frz. fi~gue mhd. vi~ge, ahd. fi~ga), ~G~E-FA ”Fei~gen-Bau~m”, ~GG ”hängt (herab)”, ~GG~Ő ”Anhänger; (an-, ab-) hängend” usw.

Einwirkende, belebende, obere Himmels-Erscheinung: ~NY ”Licht, Schein, Glanz, Schimmer” (das durchs Fe~n~ster pe~n~etrierende; ↔ gr. fen~gári “Mond“, fen~go “leuchten, strahlen“, fa~n~ári ”Laterne”, fa~n~ós ”Scheinwerfer”, fa~n~erá ”sichtlich”, fa~n~érosi ”Offenbarung”), FE~NN/FE~NT ”oben”, Erw. ~NY~ES (↔ Ve~n~us, aägypt. Be~nn~u, gr. Phoe~n~ix, it. Fe~n~ice) ”lichtvoll, leuchtend”, FE~N~SÉG ”Hoheit, Durchlaucht, Erhabenheit”, ~NY~ES~SÉG ”Glanz, Schein, Pracht”. usw.

Phalli - das Männlich-Schöpferische

Phalli - das Männlich-Schöpferische, Foto: © Z. L. Kruse

Tierisch-menschliche, hervorstehende oder versenktliegende Körperteile; das hörende Ohr, die heiligen Reproduktionsorgane; vom Erdboden hochragende Gegenstände; das Feuchtbiotop; Wertschätzung: /FE-J ”Haupt, Kopf”, ~L “Ohr“, BE~L-~L ”Innen-Ohr”, Erw. ~L~ES ”beohrt”, ~L~EL ”horcht”, FA~SZ “Pe~n~is, Pha~ll~us“ (↔ sanskr. pá~s~as, pi~n~dika, gr. pha~ll~os, it. fa~ll~o, pe~n~e, rum. pu~lă; lat. fā~s ”göttliches Recht, Gesetz; das sittlich Gute, Erlaubte; türk. ba~ş ”Kopf, Haupt; Spitze, Anfang”, pa~ş~a ”General”), BO~T ”Stock” lat. ba~c~ulum, it. pa~l~o, ba~s~tone, mecher/etruskisch Pa~t~era (die Opferschale mit zentraler Erhebung), PU~C~A ”Pi~mmel”, PI~N~A, PI~CS~A “Scheide, Va~g~ina, Vu~l~va, vulg. Fo~tz~e“ (↔ mhd. vu~t, engl. mdal. fu~d, aisl. fu~d-, Hunds-fo~tt, it. fi~c~a, rum. pi~z~dă, alb. pi~ç~ka, pi~h~di), PO~CS~O~LYA (die pi~tsch~e-pa~tsch~e-naße/feuchte, Leben-zeugende, somit heilige) ”Pfü~tz~e” (↔ sanskr. pi~cch~a~la ”schleimig, schlüpfrig”, pa~c~ya ”reif-werden, reifen”; lat. pu~t~eus, it. po~zz~o, niederl. pu~t ”Brunnen, Schacht, Grube”, engl. pi~t ”Grube”, dän. py~t, it. po~zz~a, po~zz~anghera ”Pfü~tz~e, Lache”);~K ”Kompliment” (span. complir, it. compiere ”an-/erfüllen”), ~K~OL ”schmeichelt”, BE~CS “Wert“, BE~CS~ES “wertvoll“, BE~CS~ÜL “schätzt“, BE~CS~ÜL~ET “Ehre“ usw.

Lebens-Flüssigkeiten, ihre Eigenschaften; die Nieren: ~Z ”Wa~ss~er” (↔ engl. wa~t~er, schwed. va~tt~en, russ. vo~d~a; gelangt zur Anwendung auch in Namen alkoholischer Getränke wie z. B. Vo~d~ka oder Whi~s~ky, die eigentlich die Bedeutung “Wä~ss~erchen“ VÍZ~KE/VIZ~ECS~KE ausdrücken), VE~S~E ”Niere” (inneres Wa~ss~erorgan), PI~PI ”Pi~pi”, PI~S~I ”Pi~ss~e”, VI~SZ “trägt, führt”“, Erw. BE-VI~SZ ”hinein-trägt”, VE~SZ “nimmt“, Erw. BE-VE~SZ ”hinein-nimmt”, ~SZ ”Unheil”, VE~SZ~ÉLY ”Gefahr” usw.

Emission – Penetration gekennzeichnete Tätigkeiten, der heilige Geschlechtsakt: BE~SZ~ÉL ”spricht” (wörtl. ”hinein Wind”; in den Raum und ins Ohr ”hinein”), BE~SZÉL~Ő ”sprechend, Sprecher/in”, BE~SZÉL~ÉS ”Sprechen”, BE~SZÉL~GET ”spricht einher”, BE~SZÉL~GET~ÉS ”Gespräch”; BA~SZ~IK ”koitiert, vulg. fi~ckt, bu~mst, vö~gelt”, BA~SZ~Ó ”koitierend, vulg. fi~ckend, Fi~cker”, BA~SZ~ÁS ”Koitus, vulg. Fi~cken, Bu~msen, Vö~geln” (↔ engl. vulg. fu~ck~ing, it. fo~tt~ere, rum. fu~t~e, alb. ba~sh~kim, ba~sh~koj ”paaren”, ba~sh~kohem ”sich paaren”) usw.

Sprießende Samen - das Neue Leben

Sprießende Samen - das Neue Leben, Foto: © Z. L. Kruse

Männliche Tiere, Menschen und ihre eindringenden/-führenden Taten: BI~KA “Stier“, BA~K “Bo~ck“ (it. be~cco ”Bo~ck; Schna~be~l”), ~LÉNY ”Wi~sent, Bi~son”, ~K “stößt, sticht“, BE-~K “hinein-sticht/-stößt“; ~CS~I “Onkel” (erwachsener Mann), PA~S~AS ”Kerl” (↔ sanskr. pá~s~as ”Pe~n~is”), FI/FI-Ú ”Sohn, Junge” (↔ lat. fi~lius, fi~lia, it. fi~glio/a, rum. fi~u, bă~iat, fi~cior, “Sohn, Jüngling“, fa~tă ”Mädchen”), A~PA-FI ”Vater-Sohn”, “Schwiegersohn“, Erw. -~LY ”Brautführer”, -LEGÉNY ”Bräutigam“, ~K ”Bä~ck~er” (↔ sanskr. pa~c ”ba~ck~en, kochen”).

In naß-feuchtem, oder dunklem Milieu lebende Tierwesen, ihre Eigenschaften: ~KA “Frosch“ (weilt in der nassen ”Pfü~tz~e”), ~KE “Friede“ (lat. pa~cem, it. pa~ce, engl. pea~ce), ~KÉ~S ”friedlich”, BA~G~OLY ”Eule” (↔ die mech./etr. Nymphe-Sibylle VE~G~OE/VE~C~U/BE~G~OE/VE~G~OIA; von ihr stammen die Agrimensur und Blitzwahrsagung enthaltenden ”Vegoischen Bücher”) usw.

Einschneidende Eigenschaften, Zustände: VA~K “blind“ (in sich ”hinein” schauend), ~G “Ende, Grenze, Bestimmung“ (die sich einstellt, zeigt), ~G ”fröhlich, heiter”, ~G “schneidet, haut, schlägt“ (hinein), Erw. ~G~ÁS “Schnitt“, BE-~G~ÁS “Ein-schnitt“, ~G~ÁNY (↔ Va~g~ina) “Gleis“ (↔ Geleit, gleiten); ~J ”schmerzt” (innendrin), ~J~Ó ”schmerzend”, ~J~ÁS ”Schmerzen”, ~J~DALOM ”Schmerz” usw.

Versenkt liegende Örtlichkeiten: PI~N~CE “Keller“ (eingegraben in den Erdboden), -NY~A “Bergwerk“, -LGY ”Tal” (↔ lat. va~llis, it. va~lle, frz. va~llée, rum. va~le, engl. va~lley), Erw. ~LGY~ES ”talig, betalt” usw. usf..

Am Weltlabyrinthtag 2012 wurde ein neues Labyrinth vor dem Westportal des Magdeburger Domes eingeweiht. Der Magdeburger Dom ist so alt wie die Kathedrale Notre Dame de Chartres. Daher lag es nahe, sich am berühmten Chartres Labyrinth zu orientieren. 800 Jahre nach dessen Bau etwa um 1200 entstand so ein dem Original nachempfundenes Pflasterlabyrinth an dieser Stelle.

Das Labyrinth vor dem Westportal

Das Labyrinth vor dem Westportal

Die Stadt Magdeburg realisierte als erste Baumaßnahme zur Umgestaltung des gesamten Domplatzes den Bau des Labyrinths. Der Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper übergab es am 5. Mai 2012 seiner Bestimmung  und Domprediger Giselher Quast erteilte den kirchlichen Segen.
Gundula Thormaehlen (Mitbegründerin der TLS) rief mit ihrem Muschelhorn die himmlischen Kräfte aus den vier Himmelsrichtungen herbei. Für die musikalische Begleitung der Feier sorgte die Martin-Rühmann-Band. Die Spruchbänder wiesen auf das für 2012 ausgerufene Kaiser-Otto-Jahr in Magdeburg hin.

Blick von oben

Blick von oben

Die Konzeption und Umsetzung des Labyrinths lag in den Händen der Landschaftsarchitektin Daniela Süßmann aus Magdeburg mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen. Seit Jahren hatte sie die Idee zu einem Labyrinth auf dem Domplatz. Jetzt endlich wurde es Wirklichkeit nach vielen Vorgesprächen mit den städtischen Behörden, der Denkmalpflege und der Domgemeinde.

Entwurfszeichnung

Entwurfszeichnung

Besondere Anerkennung gebührt der Firma Barleber Naturstein Bau- und Pflasterarbeiten, deren Bauleiter, Vorarbeiter und Pflasterer die insgesamt 47000 Mosaikpflastersteine sorgfältig und genau verlegten.
In der Mitte des Labyrinths wurde unter der Pflasterfläche ein großer Amethyst eingebaut, dem heilende Kräfte nachgesagt werden.
Alle am Bau Beteiligten haben Meisterhaftes geleistet. Noch nie wurde ein Labyrinth vom Typ Chartres als Pflasterlabyrinth so perfekt umgesetzt.

Die 6-blättrige Mitte

Die 6-blättrige Mitte

Die Breite der begehbaren Wege beträgt durchschnittlich 40 cm und besteht aus Bernburger Muschelkalksteinen, die durch eine 10 cm breite Linie aus dunklen Basaltsteinen begrenzt sind. Der einfache Weg vom Eingang bis in die Mitte beträgt etwa 292 m. Die Mitte hat einen Durchmesser von 3.20 m, so dass sich einschließlich der 113 Zacken ein Gesamtdurchmesser von etwa 14.55 m ergibt. Die vermörtelten Pflastersteine sind auf einem Unterbau aus Beton verlegt und in die vorhandene, ungebundene Granitpflasterfläche integriert. Daher sind einige Dehnungsfugen notwendig, die aber noch “verblassen” werden. Die gesamte Fläche vor den Westtürmen, die zur Zeit restauriert werden, weist eine vom Dom wegführende Neigung auf, so dass das Labyrinth gut erkennbar ist.

Die Erstbegehung am 5. Mai 2012 um 13 Uhr

Die Erstbegehung am 5. Mai 2012 um 13 Uhr

Leider hat es zum Zeitpunkt der Einweihung um 13 Uhr etwas geregnet, was aber der fröhlichen Aufbruchsstimmung keinen Abbruch tat. So hat sich Magdeburg würdig in die weltweite Labyrinthbewegung rund um den Erdball eingereiht, nach dem Motto für den Weltlabyrinthtag: Walk as One at one. Wie schon vor drei Jahren am 1. Weltlabyrinthtag 2009.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten (voraussichtlich Ende 2012) an den Westtürmen wird auch das Westportal des Doms wieder sichtbar sein und das Labyrinth seine volle Wirkung als einladendes Symbol entfalten können.

Am Tag nach der Einweihung

Am Tag nach der Einweihung

Schon jetzt ist es ein Zeichen für Neubeginn, für Umkehr und Ankommen, das alle Menschen zur Begehung einlädt.

Magdeburg ist eine Reise wert.

Weiterführende Links:

Der 6. Internationale Labyrinthkongress für den deutschen Sprachraum findet vom 2. bis 5. August 2012 in der Labyrinthgemeinde Hofkirchen im Mühlviertel (Oberösterreich) statt.

Neue Wege gehen

© Labyrinthe Hofkirchen

Labyrinthe Hofkirchen freut sich über diese großartige Aufgabe und darauf, Gästen aus aller Welt ihre Labyrinthe näher bringen zu können.

Aus dem Angebot:

Begegnung – Innere Einkehr – Verwandlung
Drei Labyrinthe – Drei Lebensthemen – Ein Weg

  • Zeit für Begegnungen und Austausch
  • Impulse derLabyrinthBegleiterInnen von Hofkirchen i.M.
  • Referate und Workshops zu den Themen
  • Gemeinsames Erleben unserer drei Großlabyrinthe
  • Barockkonzert mit Lesung am Freitag Abend *
  • Österreichisches Weltmusikkonzert mit Klaus Trabitsch und Otto Lechner am Samstag Abend *

* Konzerte sind auch unabhängig von der Teilnahme am Kongress zugänglich.

Die rechtzeitge Anmeldung wird empfohlen. Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2012. Die Teilnahmegebühr beträgt 200 €.

Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung unter Labyrinth Kongress 2012 hier.

Neue Wege gehen

© Labyrinthe Hofkirchen

Liebe Labyrinth-Interessierte !

Der 6. Internationale Labyrinthkongress findet
vom 2.-5. August 2012 in Hofkirchen (OÖ) statt
http://www.labyrinthe-hofkirchen.at/labyrinthkongress-2012.html
 
Der Verein ik
http://www.das-labyrinth.at/ilse/verein%20intern%20kultur.htm
gibt Peter Bosch von okto.tv den Auftrag, diesen zu dokumentieren.
Foto- und Filmmaterial der vorangegangenen sollen einbezogen werden!
Die DVD wird etwa 50 Minuten lang sein.

Die Doku-DVD wird Ende Sept. 2012 fertig sein.
Dazu gibt es ein Subskriptionsangebot – siehe Anhang!

Sicherlich finden Sie viele gute Anlässe,
die Labyrinth DVD zu verkaufen / verschenken und damit
auch Werbung für das Labyrinth zu machen !

Wir hoffen auf Ihr Interesse, Ihre gute Vernetzung
und verbleiben
mit labyrinthischen Grüßen
Ilse Seifried
für den Verein I.K.

ik Logo

 

 

Anhang:
Hier können Sie das Subskriptionsangebot als PDF-Datei herunterladen

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