Leben und Labyrinth
21. März 2008 von Erwin
Leben nach der Geburt?
Eine der zahlreichen Veranstaltungen anlässlich des Labyrinth-Projektes Würzburg 2004 war ein Mysterienspiel, das von Schülerinnen und Schülern des Riemenschneider-Gymnasiums im Labyrinth aufgeführt wurde.
An einige Sätze kann ich mich noch erinnern. Zwei Schülerinnen trugen einen Dialog zwischen zwei Ungeborenen im Mutterleib vor. Dabei ging es darum, ob es ein Leben nach der Geburt gäbe.
Das eine konnte sich das überhaupt nicht vorstellen und brachte allerlei Argumente für seinen Standpunkt vor: Wie soll das möglich sein? Mir geht es hier doch so gut. Ich habe hier alles, was ich brauche. Meine Mutter ist immer um mich herum. Was soll danach aus mir werden? Gibt es überhaupt etwas anderes? Wie soll ich das wissen, ich habe es ja noch gar nicht gesehen? Keiner ist von da zurückgekommen
Das andere konnte sich das gut vorstellen und hatte ebenfalls Argumente für seine Ansichten: Ich habe Vertrauen zu meiner Mutter. Bisher hat sie immer gut für mich gesorgt. Warum soll es nicht noch etwas anderes geben? Es müsste doch schön sein, aus dieser Enge herauszukommen. Warum soll es hier immer so weiter gehen? Ich möchte auch gerne einmal etwas anderes erleben. Warum sollte das nicht möglich sein? Das hier kann doch nicht alles sein.
Geburt und Tod sind zwei Seiten einer Medaille. Die Medaille heisst Leben.
Leben ist geboren werden und sterben.
Oder labyrinthisch gesagt: Der Anfang ist das Ende und das Ende ist der Anfang.



Hallo Erwin.
Mittlerweile gehört ein Blick auf deine Blog-Seite zu meinen Tagesaktivitäten wie Zähne putzen, Waschen, Essen, Trinken, Lachen, Geschichten erzähen usw.
Da ich so begeistert bin, habe ich dich jetzt mit mir verlinkt. Es war höchste Zeit.
Ich wünsche Dir noch ein schönes Osterfest mit allem was dazugehört.
Liebe Grüsse
peter