Die Kreisgrabenanlage von Goseck
30. Juli 2008 von Erwin
Auf einer labyrinthischen Heimreise am Sonntag, dem 27. Juli 2008 von Magdeburg über Halle, Helfta, Steigra, bin ich in Goseck gelandet. Das hatte ich nicht vor, ich wollte über Naumburg auf die Autobahn. Plötzlich kam ein schönes Baustellenschild: Wegen Bauarbeiten gesperrt. Also zurück und dann Richtung Weißenfels, als immer wieder das Schild auftauchte: Sonnenobservatorium Goseck. Auf einmal sogar: 1 km. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen und trotz der echten Temperatur von über 30 Grad bin ich dann doch noch einen 500 m langen Feldweg hinmarschiert.
Jetzt zitiere ich hier einmal eine der Hinweistafeln zur Bedeutung der Anlage. Denn sie ist doppelt so alt wie das weltberühmte Stonehenge und verdient die gleichen Besucherscharen.
Die fast 7000 Jahre alte Kreisgrabenanlage von Goseck mit rund 71 Metern Durchmesser wurde vollständig ausgegraben und am originalen Fundplatz rekonstruiert. Die Anlage gilt heute als das weltweit älteste Zeugnis für gezielte Himmelsbeobachtungen.
Menschen der Jungsteinzeit errichteten hier in einer beachtlichen Gemeinschaftsleistung ein Obersvatorium, um den Lauf der Sonne zu beobachten und somit wichtige Termine des bäuerlichen Lebens zu bestimmen.
Am 21. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende, geht die Sonne im Südosttor auf und im Südwesttor unter. Die Sommersonnenwende am 21. Juni wird durch Aussparungen in den Palisaden ebenso markiert wie das Frühlingsfest um den 1. Mai.
Die Funde von Rinderschädeln und Teile von menschlichen Skeletten weisen auf Rituale in der Anlage hin, die wohl auch ein Versammlungsort war und ein Platz, an dem religiöse Zeremonien durchgeführt wurden.
Mehr Informationen zur Kreisgrabenanlage Goseck gibt es bei Wikipedia … Link >


Lieber Erwin, mehr und mehr marschierst Du auf interessanten Pfaden. Du enteckst das Leben neu. Es macht Spaß Deine Seiten immer wieder anzuschauen.
Ich kann viel von Dir lernen. Lernen mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
Danke, daß es Dich gibt.
Gut hast du es am Montag beschrieben!
Ich habe es mir genauso vorgestellt, wie es jetzt auf deinen Fotos aussieht!
Kommt auch noch ein Bericht über die grüne Zitadelle?
Das hat mich nämlich sehr interessiert…
Die grüne Zitadelle kommt auch noch, bitte etwas Geduld.
Aber erst kommt wieder einmal ein Labyrinth: Das von Buckau.
[...] von Deutschland. Es liegt auf den himmlischen Wegen zwischen Halle, Langeneichstädt, Nebra und Goseck, auch wenn es da (noch) nicht als Standort aufgezählt wird. Am Samstag nach St. Georg (23. April) [...]