Die Linien in einem Labyrinth
1. Februar 2009 von Erwin
Es gibt viele Möglichkeiten ein Labyrinth zu konstruieren.
Einige davon wurden hier schon vorgestellt. Es sollen noch mehr folgen. Dazu ist es aber gut, wenn man sich die Linien eines (klassischen) Labyrinths etwas genauer anschaut.
In dieser 2-farbigen Zeichnung kann man gut sehen, dass das Labyrinth aus 2 sich kreuzenden Linien besteht. Die eine (hier grüne) Linie führt vom oberen, linken Wendepunkt zum unteren rechten Wendepunkt. Die andere (hier braune) Linie führt vom unteren, linken Wendepunkt zum oberen, rechten Wendepunkt.
Wir haben die Begrenzungslinien eines klassischen Labyrinthes mit großer Mitte und 7 Umgängen vor uns. Der Weg (Ariadnefaden) verläuft zwischen den Linien.
In dieser 4-farbigen Zeichnung beginnen/enden die Linien jeweils in der Mitte und an den 4 Wendepunkten.
Es ist zwar schwieriger, nach diesen Vorgaben ein Labyrinth zu zeichnen; da ist das altbekannte Grundmuster viel einfacher. Aber es ist praktischer, wenn ich nach diesen Vorgaben, z.B. ein Labyrinth aus Seilen legen will. Wie es genau geht, kommt in einem späteren Artikel.
Hier haben wir nur eine Linie vor uns. Das ist der Weg, oder auch der so genannte Ariadnefaden oder der sprichwörtliche rote Faden. Es ist eine ununterbrochene Linie, sie schneidet sich nirgends und führt auf zwar verschlungenen, aber direkten Wegen von einem Ende (am Anfang) zum anderen Ende (in der Mitte); und umgekehrt.
Da lohnt es eher, sich die Linienführung einzuprägen, sich gleichsam das Labyrinth einzuverleiben. Die praktische Umsetzung ist, ein Labyrinth in den Schnee zu treten oder mit einem Rasenmäher in eine Wiese zu mähen. Denn da “baue” ich den Weg und nicht die Begrenzung.
Verwandte Artikel





Reflexion über die Realität des Wortklanges “Linie“
Wie gut und wie bequem wir es doch haben, dass unser Wortschatz auch den Wortklang “Li~nie“ enthält! Wie alle Wortklänge, ist er Teil eines Komplexes sinnverwandter Wortklänge. Wie sich wohl dieser Wortklangkomplex anhört? Und welches Silbenelement darin den zusammenhangbewirkenden roten Sinnfaden bildet?
Einige uns gut bekannte Entwicklungen des Wortklanges “Linie“ sind:
Linieren, Linienführung, Linienlegung, Liniensetzung, Linienkreuzung, Linienblatt, Linientreue, Linienfahrt, Linienflug, Linienrichter, Linientaufe, Demarkationslinie, Führungslinie, Trennungslinie, Grenzlinie, Übergangslinie, Toleranzlinie, Berührungslinie, Kreuzungslinie, Kontaktlinie, Entwicklungslinie, Begrenzungslinie, Richtlinie, Positionslinien, Abstammungslinie, Ahnenlinie.
Wir Menschen bedienen uns mit größter Selbstverständlichkeit der Wortklänge unseres
Wortschatzes. Die Wortklänge sind einfach da, um bei Bedarf benutzt zu werden. Dafür sind sie schliesslich von den Urmenschen gefunden und entwickelt worden. Das ist auch in Ordnung so, denn es gewährleistet uns Sprechenden einen natürlichen Redefluss. Doch wenn man Zusammenhänge erkennen und verstehen möchte, gilt es, die Wortklänge, die in ihren Eigenarten regelrechte “sprechende Namen“ sind, zuerst aufmerksam und unvoreingenommen anzuhören und dann über das Angehörte zu reflektieren.
Der Wortklang ”Linie” ist eine von den sehr vielen Selbstverständlichkeiten unserer Sprachkommunikation, deren realitätsreflektierende Eigenart der Mehrheit der sprechenden Personen vermutlich bislang verborgen geblieben ist. Die Anwendung von Wortklängen und Sprache ist nicht selten von Automatismen bestimmt. Diese verschleiern die Benutzung gewisser, fonetisch variierbaren, Ursilben, wie z. B. LA/AL und ihre möglichen Variationen, die mit gesetzmäßiger Regelmäßigkeit geschieht.
Bestehende Anwendungs-Automatismen von Wortklängen können, wenn gewünscht, überwunden werden. In dieser konkreten ”Linien”-eigenen Situation kann alleine schon die bewusste Betrachtung des Buchstabenzeichens “L“ hilfreich und sehr aufschlussreich sein. Die Le~tter “L“ (und diese Entsprechung ist nicht rein zufällig; Le~tter ist bezogen auf “Le~gen“, “Nieder~le~gen“ auf eine “Unter~la~ge“, eine eindeutige, phonetisch einheitlich realisierte, Sinnverbindung) zeigt nämlich in ihrer piktographischen Realität doppelte “Lä~nge“, genauer, Höhen~Lä~nge und Breiten~Lä~nge. Wenn dann noch zusätzlich die bewusste Wahrnehmung des Lautentstehungsvorganges gelingt, kann entdeckt werden, dass die Mitlautqualität “L“ mit dem flächigen Zungen~Blatt artikuliert wird (daher die phonetische Fachbezeichnung “laminal – lateral“), und zwar mit einer Abwärtsbewegung des Zungen~Blattes. Es mag manchen Personen unbedeutend erscheinen, doch diese lautende Abwärtsbewegung des Zungen~Blattes ist nichts Geringeres als die nachzeichnende Demonstration der Realität von Gravität – Schwere, die sich eben stets in “hinunter, nieder, abwärts, nach unten“ manifestiert. Das heißt, dass Wortklänge wie Li~nie, Le~tter, Lie~gen, Le~gen, La~ge, Unter~la~ge, La~nd, La~st usw. keine reine Erfindungen darstellen, sie sind vielmehr regelrechte Findungen! Dem Menschen ist zu einem gegeben Zeitpunkt in seiner Entwicklungsgeschichte die Findung der lautlichen Entsprechung gelungen für den Ausdruck der Boden & Schwere bezogenen Realität von “Länge – Lateralität – Linie – Limit – Limitieren – Legen – Land – Last“.
Mit lautmalenden, gelegentlich auch bildmalenden Wortklängen reproduzieren wir klanglich die wahgenommene Realität unserer Welt; wir zeichnen sie so zu sagen mit Wortklang-Äquivalenten nach. Dass wir Solches tun, ist nicht nur unsere eigene Entscheidung. Wir müssen es tun, es drängt uns Solches zu tun. Die Engramme, die der Mensch seit Anbeginn seiner Existenz im Gehirn akkumuliert hat, drängen uns dazu. Indem wir laut- und bildmalende Wortklänge zum Ausdruck bringen, folgen wir diesem Urdrang. Wir Menschen, mit unseren engrammierten Gehirnen, können gar nicht anders, als die Realität der Welt, unsere eigene inbegriffen, in lautsprachlichen Entsprechungen zu reflektieren. In diesem Sinne liegt bei uns Menschen eine Engramm-spezifische Sprachdeterminierung vor.
Der Le~tter sowie der Li~nie materielle Ausführung wäre ohne eine Unter~la~ge, sei es Landboden-, Steinplatten-, Lehmplatten-, Holzplatten-, Papier- oder Bildschirmflächen-Unter~la~ge, nicht ausführbar. Die Buchstaben-Le~tter, die Lau~tzeichen darstellen, werden ge~le~gt und ge~le~sen. Schon in Urzeiten bedurfte das Le~gen der Li~nien auf lie~gende Felsen wie auch auf Felswände der Malunter~la~ge! Aber selbst die flüchtige Spur-Linie eines modernen Düsenflugzeugs ist unter~la~gebezogen, nämlich auf die Unter~la~ge des Himmelsgewölbes. Limitierungen, Abzeichnungen jeglicher Art sind ursprünglich unter~la~gebezogen.
Der phonetische Zauberschlüssel LA, dessen Zauber in seiner Variierbarkeit besteht (LI, LIE, LÜ, LE, LEI, LEU, LA, LAU, LÖ, LO, LU, IL, ÜL, EL, AL, ÖL, OL, UL und weitere diphthongierte und fusionierte Gestalten wie ALA, ELA, ELE usw. ) öffnet den Sprechern den Zugang zu der Sphäre der schwerebezogenen Wortklänge des Wortschatzes, Schwere – Gravität, die sich im ab-, abwärts-, nieder-, weg-, hinab-, hinunter, nach unten, kurzgesagt in Land- und Bodenbezogenheit manifestiert, und zu der natürlich auch menschliche Emotionen ausdrückende Wortklänge gehören, in denen die Schwere im übertragenen Sinne Wirksamkeit erhält. Beispielsweise in den Wortklängen Lei~d, lei~den, Be~lei~digung, Be~lä~stigung, Lei~denschaft, Lu~st, Li~nderung, Le~thargie, Lu~g, lü~gen, Leu~gnen.
Bedenken wir einmal, was wären Wortklänge wie La~chen, Lai~chen, lä~ssig, Lau~ern, Le~cken, lei~cht, Lei~chtheit, la~ng, la~ngsam, le~sen, Le~ser, Le~tter, Li~ane, Lie~gen Li~quide, Lei~m, Leh~m, Lö~sung, Lo~sung, Lu~der, Lu~st, Lu~tschen, Sch~la~cke, Ab~la~gerung, sch~la~gen, Sch~la~mm, Sch~la~nge, sch~lei~chen sch~le~cht, Gesch~le~cht, sch~le~cken, Sch~lei~m, sch~le~mmen, sch~li~mm, Sch~li~tten, Sch~lu~cht, sch~lu~cken, Sch~lu~nd, Sch~lu~mmern ohne den variierbaren Zauberschlüssel LA, der in ihnen die sinnbestimmende Funktion erfüllt?
Das lässt sich ganz einfach zeigen durch Ausblenden der jeweiligen sinnprägenden Schlüsselanteile. Das Resultat ist: –chen, —chen, –ssig, —ern, –cken, —cht, —chtheit,
–ng, –ngsam, –sen, –ser, –tter, –ane, —gen, –quide, —m, —m, –sung, –sung, –der,
–st, –tschen, Sch–cke, Ab–gerung, sch–gen, Sch–mm, Sch–nge, sch—chen sch–cht, Gesch–cht, sch–cken, Sch—m, sch–mmen, sch–mm, Sch–tten, Sch–cht, sch–cken, Sch–nd, Sch–mmern. Das wären sie also.
Aus diesen Wortklangresten, die phonetische Erweiterungselemente der Sinn-differenzierung darstellen, lässt sich kaum ein eindeutiger Sinn verstehen. Und zwar deswegen, weil Sinnträger die Silben-Schlüsselanteile La~, Lai~, lä~, Lau~, Le~, lei~, Lei~, la~, la~, le~, Le~, Le~, Li~, Lie~, Li~, Lei~, Leh~, Lö~, Lo~, Lu~, Lu~, Lu~, ~la~, ~la~, ~la~, ~la~, ~la~, ~lei~, ~le~, ~le~, ~le~, ~lei~, ~le~, ~li~, ~li~, ~lu~, ~lu~, ~lu~, ~lu~ sind.
Ich denke, diese Gegebenheit spricht für sich. Es geht daraus eindeutig hervor, dass der variierbare Zauberschlüssel LA, durch seine in der Artikulation manifestierte evokative Kraft, den Sinn dieser Wortklänge prägt. Der Sinn besteht in der essentiellen Allgemeinheit des Seins auf Erden von Schwere / Gravität – Bodenbezogenheit.
Die Sinndifferenzierung dieser Allgemeinheit wird, wie wir hören und sehen können, durch kreatives Laut-Spiel und -Erweiterung des Urwortkernes LA erlangt.
In diesen wenigen, hier gegebenen, Wortbeispielen ist die prägende laminal-laterale Mitlautqualität ”L” stets im Mittelpunkt der Wortklanglichkeit; meistens mit Vokalauslaut, der auch diphthongiert sein kann (Li~nie, Lei~ne, Lai~chen), aber auch mit Vokalanlaut (Al~ge, Al~m, Al~mosen) wie auch mit Vokal An- und Auslaut zugleich (Allee, Ele~ment, Eli~minieren). Ja es gibt auch viele Wortklangbeispiele, worin die sinnbestimmende Ursilben LA, AL, bzw. Variationen davon, durch Konsonantanlaut (oft ist es die sifflante Lautqualität ”Sch”, wie im Sch~la~mmm, Sch~la~nge, Sch~lei~chen) oder durch Präfixaddition (Ab~la~gerung, Auf~la~ge, Zusammen~le~gung) erweitert werden. Mit dem Ergebnis einer jeweiligen semantischen Differenzierung.
Wenn uns die Mitteilung Labyrinthos-bezogener wie auch anderer Inhalte gelingt, dann geschieht das nur auf Grund der Existenz von Wortklangsphären, wie die des Urwortkernes LA und der weiteren Urwortkerne des LABYRINTHOS – Schlüsselbundes, die wesentliche Bereiche der wahrgenommenen Realität der Welt in Lautäquivalenten zum Ausdruck bringen.
Danke,
lieber Zoltán,
für diese Anmerkungen zur Linie.
Wer mehr über die Urwortkerne des LABYRINTHOS-Codes erfahren möchte, dem empfehle ich Zoltáns Buch.
Einiges gibt es auch auf seiner Website http://www.laberintes.de zu entdecken.