Das Labyrinth als Diagramm
19. April 2009 von Erwin
Das Labyrinth ist nicht symmetrisch, zumindest nicht auf den ersten Blick. Aber es läßt sich spiegeln.
Hier einmal als linkshändiges Labyrinth. Der erste Weg hinein (bezeichnet mit 3) führt zuerst nach links.
Jetzt gespiegelt. Da wird es zum rechtshändigen Labyrinth, weil der Weg hinein sich zuerst nach rechts wendet.
Die Wege sind von außen nach innen nummeriert. Damit läßt sich die Wegfolge in Ziffern ausdrücken: A-3-2-1-4-7-6-5-Z.
Das ist der Rhythmus des Labyrinths oder auch die “Eigenmelodie”.
Hier eine ganz andere Darstellungsweise für das Labyrinth, nämlich als rechteckiges Diagramm.
Dabei werden die Wege verzerrt und schematisch gezeichnet. Es wird gleichsam auseinander gezogen und in eine rechteckige Form gebracht, dabei gedreht und gespiegelt. Die Eingangsachse (A) wird auf der einen Seite des Rechtecks dargestellt und die Zielachse (Z) auf der anderen Seite, obwohl sie doch ganz nahe beieinander liegen.
Vielleicht kann man sich das auch so vorstellen, dass die Wege auf einem Ring eingezeichnet sind und dieser dann durchgeschnitten und auseinandergefaltet wird, wie z.B. bei einer Konservendose.
Warum das Ganze?
Weil sich hier erkennen läßt, dass es doch eine Symmetrie im Labyrinth gibt.
Auch die innere Struktur und das Muster werden sichtbar.
Am besten ist es, das alles anhand der verschiedenen Farben und Ziffern nachzuvollziehen.





also wenn ich versuche : 1 zu gehen komme ich über 4 nach 7 dann nach 6 dann nach 5 und dann ist Z . Und was ist mit A?
was verstehe ich da falsch?
herzlichst uschi
Mit A (Anfang) fange ich an,
dann komme ich zu 3,
dann zu 2,
dann zu 1,
dann 4, 7, 6, 5
und Z (Ziel).
Du verstehst gar nichts falsch.
Nur: Im Labyrinth fängt es nicht mit 1 an, sondern mit 3 oder A.
Danke, wenn man die Grundregel weiß, ist es ganz einfach.
1. Lektion
Danke und paß auf Dich auf
Lieber Erwin,
Es freut mich , daß Du über die Ordn- (RINTH) ung im Labyrinthos berichtest!
Ich nannte diese, dem ursprünglichen Labyrinthos eigene Ordn-ung
als “spiegelsymmetrisch” (auf S. 228 meines Buches “Labyrinthos Wortkernschichtung”). Die zum 7-Umgänge Labyrinthos gehörende Diagramm-Linie zeichnete ich in ein aus 7 x 7 Felder bestehendes Quadrat. Sie kann leicht nachgezeichnet werden.
Aus dieser elementaren Zeichnung wird ersichtlich, daß die Sequenz der Umgänge, auf den mittleren 4. Umgang bezogen, die Ordnung der Spiegel-Symmetrie demonstrieren. Diese Ordnung kennzeichnet im Übrigen alle anderen, 11-, 15-, 19- usw. Umgänge Labyrinthos.
Die in einem ursprünglichen Labyrinthos wandelnde Person gelangt somit in das Schwingungsfeld seiner spezifischen Struktur. Dank des Phänomens der Resonanz übernimmt und erfährt sie diese Ordnung.
Ganz gleich, ob sie dieser Beeinflussung bewusst ist oder auch nicht. Das Vestibularapparat ihres Innenohres wird dabei stimuliert und belebt. Und ihr Zweihemisphären-Gehirn wird auf diese Weise mit einer konkreten Balancierung und Stärkung bereichert, ja, auf die universale Ordnung eingestimmt.
Zoltán
ein klassisches mäander ….

ev kannst du noch ein bild eines historisches mäanders hinzufügen,
damit der vergleich offenkundig ist?
perfekt !
lg
ilse
[...] in Rechteckform. Wie das geht und zu verstehen ist, habe ich schon früher einmal beschrieben (hier der Link zum Artikel). Das Diagramm könnte man auch als Ablaufplan, Fahrplan, Formel, [...]
Liebe Ilse,
erst heute, am 11. Dez. 2011, habe ich Bilder von historischen Mäandern hinzugefügt.