Das Indische Labyrinth (Chakra Vyuha)
30. Juli 2009 von Erwin
Dieses Labyrinth hat als Grundmuster ein Dreieck. Es ist ebenso leicht und einfach zu konstruieren wie das klassische Labyrinth. Von wem es erfunden wurde, wissen wir nicht. Und ob sein Ursprung im indischen Kulturraum liegt, wissen wir auch nicht. Oft wird es als Chakra Vyuha bezeichnet, eine strategische Schlachtformation, die im hinduistischen Mahabharata eine Rolle spielt.
Es hat nur zwei Wendepunkte und eine Mitte, die sich spiralförmig zuzieht (aber keine echte Spirale ist). Variationen sind sehr leicht möglich. Man muß dann nur einige Winkel im Grunddreieck hinzufügen. Oder die Mitte etwas anders gestalten, indem man sie z.B. größer macht.
Beginnen wir mit einer einfachen Ausführung, bei der die Seiten des Dreiecks in 4 gleiche Abschnitte unterteilt sind.
Wir fangen an der Spitze oben an und verbinden bogenförmig die Spitze mit dem rechts unterhalb liegendem freien Ende (1-1).
Dann verbinden wir der Reihe nach von links nach rechts jeweils bogenförmig um die vorher gezeichnete Linie herum die übrigen Linienenden und Punkte von 2 bis 6. Als Ergebnis erhalten wir ein Labyrinth mit zwei Wendepunkten und 5 Umgängen.
Die genauen Mittelpunkte und Radien lassen sich der nachfolgenden Zeichnung entnehmen. Das Labyrinth besteht also aus verschiedenen Kreisbögen mit unterschiedlichen Radien und unterschiedlichen Anfangs- und Endpunkten. Sie stoßen aber knickfrei aneinander an. Dadurch ergibt sich die harmonische Linienführung.
Dieses Labyrinth hat ein anderes “Feeling” als das klassische 7-gängige Labyrinth. Das merkt man, wenn man es begeht. Sei es in echt oder mit dem Auge, z.B. hier am Bildschirm.
Aber typisch wie bei allen “echten” Labyrinthen ist, dass man gleich am Anfang mitten hinein geht, dann Wendungen zurück und nach außen erfährt und überraschend plötzlich in der Mitte ankommt. Das drückt sich auch in der Wegfolge aus: 3 – 2 – 1 – 4 – 5 – 6.
Und hier die Konstruktionszeichnung als PDF-Datei zum anschauen, drucken, speichern, kopieren.
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lieber erwin,
hast du eine idee,
ob es im deutschen sprachraum so eine begehbare labyform gibt?
ich kenn nämlich keine ….
wenn dem so wäre, wäre es an der zeit,
so einen typ zu realisieren !
überhaupt wär es schön,
einen park zu haben,
wo alle labyrinth varianten vorhanden wären
lg
ilse
Ja,
ich kenne eines.
Es müßte das Berg-Wasser-Labyrinth von Heidi Gisler-Brun auf der Göschener Alp im Kanton Uri in der Schweiz sein.
Es wären noch mehr Typen zu bauen: Otfrid, Gossembrot.
Das mit dem Park ist eine schöne Idee.
Ich habe das schon in Würzburg bei der Bewerbung zur Landesgartenschau vorgeschlagen. Ob es was wird?
Was ist mit dem Österreichischen Labyrinth-Dorf?
danke fürs erinnern, das kenn ich ja auch
setz doch einen link dahin, hm?!
nun, wir haben 2010 in baden und 2013 in bad ischl
landesgartenschauen
ok, ich schau mal, was sich da machen läßt …
hab schon hingemailt
und wann gibt es entscheidungen in würzburg ?
viel glück !
lg
ilse