Das Mattigtaler Heckenlabyrinth der Menschenrechte (MHM) Teil 2
15. Januar 2011 von Erwin
Ich bringe hier in Teil 2 als Gastbeitrag von Norbert G. Knoll (labyrinth@zeckauer.at) seinen
Erfahrungsbericht zur Oktoberpflanzung 2010 beim Mattigtaler Heckenlabyrinth der Menschenrechte
Die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ erlaubte 2010 einen substanziellen Ausbauschritt eines bereits mehrere Jahre laufenden Heckenlabyrinthprojekts (siehe auch http://www.72h.at/projekt-439/). Es ist dabei weitaus mehr passiert als geplant. An sich sollten sechs 14-jährige Mädchen der Katholischen Jugendgruppe Ostermiething nur 2-4 Heckenringe pflanzen. Letztlich setzten sie alle 6 fehlenden Ringe, sodass nunmehr die Grundstruktur steht und 2012 nur noch einige Abtrennungen (ca. 50 Laufmeter von insgesamt 1.000) gesetzt werden müssen.
Es gelang auch eine gastfreundliche Aufnahme. Die Mädchen aus Ostermiething konnten in Lehrerwohnungen der Burgkirchner Landwirtschaftsschule untergebracht werden, die Mauerkirchner Landwirtschaftsschule lud sie am ersten Abend zum Essen ein, eine Mauerkirchnerin (Karin Kreil) bereitete für alle am Samstag ein Mittagessen, eine Reichsdorferin (Maria Weinberger) lud Samstag zu Kaffee und Kuchen und eine Uttendorferin (Helene Kücher) überreichte den Mädchen ein kleines Gastpräsent.
Bezeichnend war wieder einmal, dass es insbesondere Frauen sind, die sich für Labyrinthe begeistern können und vor allem Frauen dafür sorgten, dass sich während der Pflanzung ein guter Geist ausbreitete.
Besonderen Anteil daran hatten die Burgkirchner Religionslehrerin Maria Führer-Lettner, die mit Umsicht ihr Organisationstalent einsetzte, Ella Kronreif von der KJ Innviertel West, deren Begeisterung für das Projekt bei den Arbeiten auf die sechs Mädchen übersprang sowie Hermine Aigner aus Braunau, die den ganzen Samstag über mithalf.
Zwei Männer muss ich aber auch hervorheben: Der 73-jährige Steffelmayr aus Oberrothenbuch half zwei volle Tage nicht nur mit guten Ratschlägen aus, sondern grub vorwiegend dort, wo es besonders schwierig wurde; mein Freund Andreas Resch kam extra aus Wien angereist, um am Samstag mitzupflanzen.
Ich habe also viele Gründe mich zu freuen:
- Hilfe kam von vielen Seiten und oft auch unerwartet; rund 25 Leute haben durch ihre aktive Mitwirkung Pflanzen und symbolische Gesten gesetzt, die dem Begriff Brüderlichkeit eine tiefere Bedeutung geben.
- Die Grundstruktur des Heckenlabyrinths ist weitgehend mit Pflanzen gefüllt und es fehlen nur noch Feinarbeiten, die 2012 erledigt werden können; besonders freue ich mich auf die Blüte jener Segmente, die mit 100 Dirndln (Cornus Mas, gelber Hartriegel) bepflanzt wurden.
- Ein Projekt, das mir nicht zuletzt wegen der geplanten Größe der Anlage schon manchmal richtig Angst gemacht und Sorgen bereitet hat, erreichte nunmehr einen zentralen Meilenstein.
- Wir stellten am Samstag abschließend noch ein Lichterlabyrinth auf und ich bin am folgenden Tag noch einmal den Platz abgegangen. Jetzt weiß ich, dass das ein besonderer Platz geworden ist, auf dem noch sehr viele Menschen schöne Stunden verbringen können.
Welche Lehre aber ziehe ich persönlich daraus? Wenn sich Jugendliche für eine Sache einsetzen, dann schaffen sie weitaus mehr als ihnen Erwachsene gemeinhin zutrauen! Und natürlich habe ich auch guten Grund, mich bei sehr vielen hilfreichen Geistern zu bedanken.
Alle Fotos © Norbert Knoll
Hier eine Präsentation des MHM von Norbert Knoll in einer PDF-Datei (766 KB)







lieber norbert,
großartig diese überraschende labyrinthische wendung

und ja, welch lehre
ich freu mich, dass es so wunderbar ging !
und ich hoffe, bald selbst vorbeikommen zu können ….
lg
ilse