chartres – die kathedrale / das labyrinth
Geschrieben in der Kategorie Gastbeiträge, Labyrinth Schlagworte: Chartres, Lichtspiele, Ostertanz am 7. August 2010 5 Kommentare »
liebe leserInnen!
dies ist – auf erwins ausdrücklichen wunsch – mein gastbeitrag über meine chartres-reise im juli:
was kann ich neues sagen, sind doch schon tausende von seiten darüber geschrieben worden?
vielleicht geht es ja nicht um neues sondern darum, wieder an etwas erinnert zu werden?
wie zum Beispiel daran, dass am 6.juli das licht um ca. 17.45 durch die beiden kleinen öffnungen der linken oberen glasfenster als zwei kreise auf die säule rechts vom altar fällt und die relativ rasch ineinander übergehen und ein herz bilden!
vielleicht geht es auch mehr um die wortverbindungen nach dieser lichtverbindung?
ich hab aber kein gedicht geschrieben, kein einziges …
in prosa:
die verbundenheit mit dem boden zu spüren ist beeindruckend, wenn du wirklich die schuhe ausziehst und barfuß den weg gehst
(achtung: der kirchenboden ist extrem schmutzig und danach sind es deine füße auch!
praktischer hinweis: zieh danach dünne socken an, ehe du in deine sauberen schuhe schlüpfst)
labyrinthe im chartres-stil habe ich schon mehrmals begangen – die labyrinth-erfahrungen des originals in der kathedrale hat noch ganz andere zusätzliche qualitäten, sodass eine reise dorthin für alle labyrinth-liebhaberInnen unumgänglich ist ![]()
beachte bitte: nur im zeitraum von ostern bis allerheiligen werden freitags die sessel am 8.30 bis ca. 17.45 vom labyrinth abgeräumt!
und stell dich drauf ein, dass es zwischendurch vorkommen kann, dass ohne vorwarnung – auch wenn du dich gerade auf dem weg befindest – die sessel draufgestellt werden oder japanische touristInnen querfeld ein als gruppe drüberlatschen …
yes, that is life! die kirche ist kein geschützter ort, in der kirche findet leben statt und deine labyrinthbegehung schenkt dir so auch alltags/selbst/spiegel-erfahrungen und nicht nur meditative oder spirituelle
die kathedrale von chartres hat mir so gut gefallen, ich hab mich darin so wohl gefühlt (sie ist auch wohl temperiert), dass ich am liebsten meine hängematte aufgehängt und mich reingelegt hätte!
so aber war ich wandelnd getragen
von ihrer leichtigkeit und fröhlichkeit,
berührt von ihrer schönheit und toleranz
mit der sie ein- und ausatmet
und alles sein lässt wie es ist!
vielleicht werden nach mehr als 700 jahren ostern 2011 die priester das ritual mit dem golden ball (der christus symbolisiert) präsentieren – geübt haben sie bereits !
damit hab ich dir/euch also doch noch eine neuigkeit mitteilen können ..
ilse



















