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Wie baue ich ein Knidos Labyrinth aus Pflastersteinen?

Die Vorbereitungen zu diesem Labyrinth sind bekannt. Sie waren schon Gegenstand eines Artikels mit dem Titel: Wie baue ich ein Knidos Labyrinth mit Rindenmulch?

Das war gleichsam der Probe-Lauf oder ein Probe-Exemplar für die endgültige Fassung.

Inzwischen die Wiese war noch einmal gemäht geworden und der Rindenmulch war weitgehend verschwunden. Zur Vorbereitung für den Bau mussten daher die Linien wieder abgesteckt werden. Dazu wurden nach der schon früher vorgestellten Methode die 5 Mittelpunkte wieder mit Eisen markiert. Davon ausgehend, wurden von innen nach außen die Begrenzungen für das Labyrinth mit weißer Markierungsfarbe auf den Boden aufgesprüht. Gewählt wurde eine Doppellinie in etwa 14 cm Breite. Das war dann die Markierung für die mit dem Spaten auszuhebenden Gruben.

Hier Bilder von der Vorbereitung:

Es waren so ungefähr 10-12 Personen im Einsatz. Das Ausstechen des Rasens konnte gleichzeitig und an verschiedenen Stellen durchgeführt werden. Der überschüssige Rasen wurde weggefahren, auf dem Rückweg die Betonpflastersteine (20 cm lang, 10 cm breit) beigeschafft, sowie der Splitt für das Pflasterbett.

Die Verlegung der Pflastersteine begann mit der “Grundsteinlegung”  in der Mitte des zentralen Kreuzes. Von hier aus wurden dann, beginnend an den vier Enden des Kreuzes, die 8 Bögen des Labyrinths bis zum jeweiligen Endpunkt an den vier Wendepunkten (die gleichzeitig wieder Mittelpunkte sind) gelegt. Dadurch waren keine Zwischen- oder Passstücke notwendig. Ebenso konnte das schon während des Ausstechens geschehen.

Hier eine Diaschau mit Bildern vom Bau:

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Jeder hat sich seine Arbeit gesucht, das Zusammenspiel ergab sich von selbst. Ein Lob und ein Dankeschön an alle  Beteiligten.

Mit dem Legen des “Schlußsteins” war das Labyrinth nach 5 Stunden Bauzeit fertig.

Hier das Ergebnis:

Verwandte Artikel

Wie baue ich ein Knidos Labyrinth aus Rindenmulch?

Wie das geht, müsste theoretisch klar sein. Das stand in früheren Artikeln auf diesem Blog. Wer sich nicht mehr genau erinnert oder noch einmal nachschauen möchte, dem sind die ganz unten aufgeführten Artikel empfohlen.

Das hier vorgestellte Labyrinth hat ein Achsmaß von 50 cm, die Mitte soll einen Durchmesser von 2 m bekommen, das zentrale Quadrat hat ebenfalls 2 m Seitenlänge, der Gesamtdurchmesser wird dadurch 9 m sein.

Wir stecken zuerst die 5 Hauptpunkte ab, um die sich dann später buchstäblich alles dreht.

Die 5 Hauptpunkte

Die 5 Hauptpunkte

Die 5 abgesteckten Punkte

Die 5 abgesteckten Punkte

Dann werden am besten die inneren und etwas komplizierteren Teile “gebaut”, also mit Rindenmulch gestreut. Das sind alle Teile, die sich innerhalb eines Dreieckes befinden, das durch die 5 Punkte gebildet wird. Es entsteht so quasi ein Tortenstück mit den inneren Wegen des Labyrinths, die jeweils von 4 verschiedenen Mittelpunkten und verschiedenen Radien gebildet werden. Es ist zweckmäßig mit dem inneren Kreuz, den einzigen geraden Linien im Labyrinth, anzufangen. Und dann der Reihe nach die übrigen Bogenstücke zu formen.
Damit ist nämlich der Grundstock für die weiteren, nachfolgenden 8 parallel verlaufenden Kreisbögen geschaffen.
Die inneren Bögen

Die inneren Bögen

Die inneren Bögen

Die inneren Bögen

Jetzt gilt es nur noch, die restlichen Bögen um den Mittelpunkt in der Mitte fertigzustellen. Alle haben sie denselben Mittelpunkt und jeweils einen um 50 cm größeren Radius als der vorhergehende Bogen; wenn man von innen nach außen arbeitet. Es geht jeweils von ganz rechts nach ganz links und umgekehrt. Hier können fast beliebige viele Leute eingesetzt werden. Man könnte sogar die 8 Bögen gleichzeitig anlegen. Oder auch von zwei Seiten her arbeiten, wie es hier getan wurde.
Das ganze Labyrinth

Das ganze Labyrinth

Das fertige Labyrinth

Das fertige Labyrinth

Die genauen Abmessungen der verwendeten Radien lassen sich der nachfolgenden Zeichnung entnehmen. Ebenso auch die übrigen noch notwendigen Maße.
Hier können Sie die Zeichnung als PDF-Datei anschauen, drucken, speichern oder kopieren.
Die Konstruktionszeichnung

Die Konstruktionszeichnung

Hier wurde das Achsmaß von 50 cm verwendet. Dadurch ergibt sich für den kleinsten Bogen ein Radius von 50 cm und für den größten ein Radius von 4,50 m, denn der Gesamtdurchmesser beträgt 9 m. Für die Größe der Mitte wurde das 4-fache Achsmaß verwendet. Somit ist der Durchmesser der Mitte gleich der Seitenlänge des Quadrates aus den 4 Wendepunkten.
Das Labyrinth ist in der Größe skalierbar. Will man z.B. eines mit einem Achsmaß von 1 m (also 18 m Gesamtdurchmesser) bauen, multipliziert man alle Maßangaben mit 2.
Hier noch einige Bilder vom Baugeschehen:
Verwandte Artikel

Wie lege ich ein Knidos Labyrinth aus Seilen?

Hier soll wieder eine Möglichkeit vorgestellt werden, wie man zu einem Labyrinth kommt.

Die ursprüngliche Aufgabenstellung war, in einem großen Raum aus Seilen ein temporäres Labyrinth zu legen.  Das schien ganz einfach zu sein, da man ja weiß wie ein Labyrinth aussieht und wie man es aus dem Grundmuster mit dem Quadrat, den Winkeln und den Punkten erzeugen kann. Es sollte ein klassisches 7-gängiges Labyrinth mit einer größeren Mitte werden.

Doch die Frage war: Wie viele Seile braucht man und wo fängt man am besten an?
Seile lassen sich leicht im Bogen verlegen und wieder verschieben. So ist schließlich nach längerem Probieren ein Labyrinth entstanden, wenn auch die Mitte etwas klein geraten war.

Danach wollte ich es etwas genauer wissen und habe mir dann so eine Art Legeanweisung entwickelt, die hier vorgestellt werden soll.

Zuerst lege ich einige Ausgangspunkte fest, an denen ich mich leicht orientieren kann und zu denen ich auch einen maßlichen Bezug nehmen kann.

Bild 1

Bild 1

In diesem Beispiel haben die Wege eine Breite von 50 cm, die Mitte hat einen Durchmesser von 2 Metern und das gesamte Labyrinth einen größten Durchmesser von 9 Metern. Die Punkte E1 bis E4 sind die Endpunkte der Linien und liegen in einem Quadrat, das mit der Diagonale von 2.83 m sehr einfach konstruiert werden kann.

Bild 2

Bild 2

Ausgehend von den beiden oberen Punkten E1 und E2 wird mittels Bogenschlag und den Maßen von 2.00 m und 1. 50 m der Mittelpunkt der Mitte konstruiert.  Dieser Mittelpunkt wird vorübergehend markiert, ebenso wie die Mitte des Quadrates.  Denn von hier aus und um die Mitte M herum werden die Seile gelegt.

Bild 3

Bild 3

Vom Zentrum des Quadrates aus gehe ich ein Stück gerade nach oben und lege dann das Seil in einem gleichmäßigen Abstand von 1 m (= Radius 1m) um Punkt M herum; bei E2 angekommen, gehe ich in einem Abstand von 0.5 m (=Radius 0.5m) darum herum und lege das Seil im gleichmäßigen Abstand von 1 m zum schon liegenden Teil und parallel dazu bis Punkt E1. Auf diese Art habe ich die rote Linie 8 und 6 gelegt.

Bild 4

Bild 4

Jetzt wird die blaue Linie 5 und 7 konstruiert. Ich starte wieder in der Mitte des Quadrates, gehe ein Stück gerade nach rechts zwischen die Punkte E2 und E4 und biege dann nach links oben ab, indem ich parallel und im Abstand von 0.5 m der schon gelegten roten Linie 6 folge. Bei Punkt E1 geht es weiter links herum im Abstand von 0.5 m und danach zwischen der roten Linie 6 und 8 bis Punkt E2. Ich habe die blaue Linie 5 und 7 gelegt.

Bild 5

Bild 5

Nun kommt die braune Linie. Wieder vom zentralen Punkt im Quadrat aus geht es zunächst gerade bis zwischen die Punkte E1 und E3. Dann im Abstand von 0.5 m parallel zur blauen Linie 5 bis zwischen die Punkte E2 und E4. Um den Punkt E4 geht es mit einem Abstand von 0.5 m nach außen herum und dann parallel zur gerade gelegten Linie 4 im Abstand von 1 m bis Punkt E3. Die braune Linien 2 und 4 ist fertig.

Bild 6

Bild 6

Zur Vollendung fehlt noch die grüne Linie. Von zentralen Punkt im Quadrat aus geht es gerade nach unten zwischen die Punkte E3 und E4; dann nach rechts im Abstand von 0.5 m zur braunen Linie 2 um Punkt E4 herum und weiter parallel bis Punkt E3. Dieser wird mit 0.5 m Abstand nach innen umrundet und die grüne Linie 3 wird zwischen die vorhandene braune Linie 2 und 4 bis zum Punkt E4 verlegt. Die grüne Linie 1 und 3 ist gelegt. Das Labyrinth ist fertig.

Hier können Sie sich die Legeanweisung auf DIN A4 als PDF-Datei anschauen/drucken/speichern/kopieren …

Wie baue ich ein Labyrinth (Trojaburg)?

oder

Wie könnten die Trojaburgen in den skandinavischen Ländern gebaut worden sein?

Denn dort gibt es die ältesten und meisten begehbaren Labyrinth weltweit. Und fast alle sind aus Feldsteinen in den verschiedensten Größen gelegt. So darf man also getrost dort die Heimat der Labyrinthe vermuten.

Wir wissen inzwischen wie man am einfachsten ein klassisches Labyrinth mit 7 Umgängen zeichnen kann. Und beim Bauen kann man auf die gleiche Weise vorgehen. Man legt das Grundmuster, das in einem Quadrat angelegt ist und baut dann kreisförmig daran an. Statt mit Steinen kann man das auch mit Sägemehl oder Rindenmulch oder Holzscheiten oder sonstigen Objekten machen.

Am besten baut man von innen nach außen. Man kann es allein tun und es geht zu mehreren. Nur muss man sich dann einigen, was wann mit was verbunden wird und wer was wie macht.

Wenn man ein dauerhaftes Exemplar anlegen will, sollte man sich vorher schon Gedanken über die Größe, Wegbreite, Ausrichtung und genaue Lage machen.

Als Beispiel nehmen wir hier ein Labyrinth mit 11 Umgängen, also 4 mehr als “sonst”. Die 4 mehr entstehen einfach dadurch, dass in den 4 Quadranten des Quadrates noch je ein weiterer Winkel eingefügt wird.
Und Sie ahnen es bereits: Noch je 4 mehr ergibt ein Labyrinth mit 15 Umgängen usw.

So sind jedenfalls die schwedischen Trojaburgen entstanden, die ich letztes Jahr erkunden konnte.

Hier das Grundmuster für ein 11-gängiges Labyrinth:

Grundmuster

Grundmuster

Man muss einfach immer den letzten freien Stein auf der einen Seite (links von der Mitte) mit dem letzten freien Stein auf der anderen Seite (rechts von der Mitte) parallel zum vorangegangenen Bogen verbinden.

Und hier Schritt für Schritt der Bau in einer Diaschau:

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Hier ein kleines 7-gängiges Labyrinth, gelegt 2007 von Lisa am Strand von Folhammar (Gotland, Schweden).

Steinlabyrinth

Steinlabyrinth