Das Labyrinth von Buckau als Element der Stadtentwicklung Magdeburg
Geschrieben in der Kategorie Labyrinth Schlagworte: Buckau, Magdeburg, Stadtentwicklung am 2. August 2008 2 Kommentare »
In Magdeburg gibt es seit Dezember 2006 ein neues Labyrinth. Es wurde geplant und gebaut vom Stadtplanungsamt der Stadt Magdeburg als Element der Stadtentwicklung.
Ich zitiere aus einem Flyer zum Projekt: Mein Baum für Buckau, “Grüne Mitte – das Labyrinth”.
Die “Grüne Mitte” im Stadtteil Buckau ist als ein Grünzug durch die einst eng bebauten Arbeiterviertel geplant worden. Schrittweise wurden auf den Brachflächen unterschiedlich gestaltete Grünbereiche mit verschiedenen Funktionen erstellt, um eine Aufwertung der Wohnqualität zu erreichen und einen grünen Rahmen für bauliche Aktivitäten zu schaffen. Der gestaltete Grünzug führt bewusst an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen der Kunst und Kultur vorbei, die Reflexionen auf die Gestaltung der unmittelbar angrenzenden Flächen ausüben. Die sogenannten Pocketparks sind intensiv gestaltete Freiflächen mit unterschiedlicher Nutzung, wie Kreativgarten, Kinderspielbereich, Ruheplatz, Festplatz und als vorläufig letzter Bauabschnitt das Labyrinth. Die “Grüne Mitte” verbindet das Elbufer mit dem Kernbereich des Sanierungsgebietes Buckau.
Letzte Woche habe ich das Labyrinth besucht und einige Fotos davon mitgebracht.
Der Labyrinthweg besteht aus rechteckig geschnittenen Granitplatten von 1 m Länge und 0,5 m Breite, die in einer Rasenfläche liegen. “Bedacht” wird das Labyrinth von 168 Platanen, für die 168 Schülerinnen und Schüler die Baumpatenschaft übernommen haben. Als Besiegelung ihrer Patenschaft wurde jeweils eine Flasche mit ihrem Lebenslauf in der Baumgrube versenkt. Der Eingang des Labyrinths ist mit einer Granitstele markiert, die die Lebensaufgabe symbolisieren soll und am Ende des Weges (also in der Mitte) markiert wieder eine Granitstele, die dort für die Ruhe und Klarheit stehen soll, das Ziel.
Die Linienführung des Labyrinths ergibt sich aus einer abgewandelten Form des klassischen Labyrinths mit 3 (verschobenen) Wendepunkten und 5 Umgängen. Das Ganze ist angeordnet in einer strengen rechteckigen Form, in die die Wege eingeschrieben sind und die durch die, zwar ebenfalls rasterförmig gepflanzten Bäume, aufgelockert wird. Also eine etwas eigenwillige und moderne Interpretation des ursprünglichen und ältesten Labyrinthtyps. Warum nicht?
Noch einmal aus dem Flyer:
Vorher – Nachher
Die ursprünglich vom Industriellen Dommerich erstellte Zichorienfabrik wurde 2006 abgerissen, das mit zahlreichen Garagen und Schuppen belegte Gelände für die Begrünung freigeräumt.
Es entstand eine großzügig gestaltete Grünfläche, die die Aufenthaltsqualität im Freien und die Identität mit dem Stadtteil Buckau erhöht. 168 Platanen werden künftig ein Baumdach, einen grünen Raum bilden.



