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Zum Chartres Labyrinth habe ich einen interessanten Beitrag erhalten, den ich hier als Gastbeitrag veröffentlichen möchte:

Ich benutze das Labyrinth seit Jahren als Symbol bzw. Modell, um den Weg zur inneren Reinheit zu beschreiben. Dabei bin ich auf ganz interessante Zusammenhänge gestoßen, die ich hier gerne vorstellen möchte.
Ich veröffentliche meine Gedanken dazu nicht auf einer eigenen Hompage sondern stelle diese als Gedankenanstöße ins Forum von Xavier Naidoo.
Aus diesem Fundus stammen die folgenden Beiträge:

Nun gibt es rein gar nichts – ausser ZION – das einem Gnosti wirklich heilig ist und darum haben wir den Weg zur Weisheit schlicht solange analysiert bis wir ihn verstanden haben.
Folgende Phasen muss jeder durchlaufen, der es bis auf den Gipfel schaffen will.

Das Chartres Labyrinth

Das Chartres Labyrinth

  • Gelbe Phase – Eintritt              Tmin = 12 Wochen
  • Rote Phase – Erkenntnis          Tmin = 1 Jahr – 12 Wochen
  • Grüne Phase – Reifung            Tmin = 2 Jahre
  • Weiße Phase – Erleuchtung      Tmin = 1/2 Jahr

Erstaunlicherweise kann man die „Zeiten“ beliebig verlängern, aber nicht um einen einzigen Tag unterbieten.

Kleiner Fahrplan durch das Labyrinth

Das Chartres Labyrinth

Das Chartres Labyrinth

  • Roter Punkt:           Ostererlebnis, der Vater meldet sich
  • Grüner Punkt:         Pfingsten, es kommt ein bisschen Geist
  • Rosa Punkt:             man begreift seine „Unsterblichkeit“
  • Blauer Punkt:          die „Frau am Himmel“ lässt grüßen
  • Schwarzer Punkt:   die Unterscheidung der Geister gelingt

Das sind zunächst einmal die wichtigsten Stationen, die jeder in der kommenden Zeit der Offenbarung erleben wird. Im Laufe der nächsten 1000 Jahre wird man dieses Labyrinth vielleicht als ein Modell für die Beschreibung der psychisch-seelischen Abläufe während der Reise zur Erleuchtung verwenden und ggf. bessere Modelle entwickeln.
Es wäre zu nett wenn wir jede „Kehre“ eindeutig erkennen und benennen könnten. Es ist ein „Modell“, mehr nicht, aber im Moment kenne ich keine andere Darstellung, die ähnlich aussagekräftig ist.
Wenn man nur genügend „Seelen“ schon begleitet hat, weiß man natürlich auch, dass die Strecke zwischen dem roten Punkt und dem schwarzen Punkt im optimalen Fall genau 19 Wochen dauert, aber leider bleiben viele nach dem grünen Punkt erst einmal stehen!

Als Konkurrenzmodell könnten wir auch den „achtfältigen Pfad“ verwenden. Aber da kenn ich mich nicht so aus, das soll mal jemand anderes erklären.

Zauberin

Das Labyrinth der Rosen

Es geht um das Buch von Titania Hardie: Das Labyrinth der Rosen, das 2008 im Diana Verlag erschienen ist.

Das Buch

Das Buch

Hier eine Buchbesprechung der Labyrinthexpertin und Autorin Ilse M. Seifried aus Wien:

Wer schon einmal das Chartres Labyrinth gegangen ist, weiss, dass der Weg ein sehr sehr langer ist, der manchmal als sehr mühsam erlebt werden kann. Ebenso verhält es sich mit dem ersten Roman der Autorin.

Im Labyrinth

Im Labyrinth

Nicht nur der Einstieg ist mühsam, denn durch ihre vielen erklärenden Erzählungen kommt die Spannung zu kurz. Auch gelingt es ihr nicht, die Personencharaktere zielsicher umzusetzen. Sie hat allerdings gut recherchiert und sich einen netten Plot ausgedacht, der die aktuellen fundamentalistischen Bestrebungen kritisch thematisiert. Doch alles in allem enttäuscht das Buch, weil die Autorin in Klischees verhangen bleibt, gleichwohl sie bemüht versucht, der weiblichen Seite der Welt Gewichtung zu geben.

Wer sich mit Labyrinthen auskennt, literarischen Stil oder Krimis wie jene von Fred Vargas schätzt, wird enttäuscht sein. Doch wer noch nie zuvor von Labyrinthen gehört hat, könnte angeregt werden, sich mit dieser Thematik vertiefender auseinandersetzen oder Chartres sehen zu wollen.

Das Chartres Labyrinth

Das Chartres Labyrinth

Das Buch, das ansprechend und aufwendig (bebildeter Anhang) gestaltet wurde, bezieht sich ausschließlich auf das Chartres (1220 n.u.Z.) Labyrinth, als hätte es davor kein anderes gegeben – auch wenn kurz Bezug auf Ariadne genommen wird. Dem „Wandlungscharakter“ nähert sie sich durch Beschreibung von Visionen aber auch der Auflösung von Raum und Zeit.

„… Sie hatte ihn gestern davon überzeugt, dass das Labyrinth die Macht der Alchemie besaß. Wenn man dafür aufnahmefähig war, konnte es die Seele heilen, zu einer neuen Sicht auf die Welt und zu neuen Gefühlen führen.“

Das Thema „zelluläres Gedächtnis“ arbeitet sie auf, indem sie die Heldin eine Herztransplantation erfahren lässt. Historische Persönlichkeiten wie Shakespeare, Giordano Bruno, John Dees u. a. spannen den Bogen über die Jahrhunderte.

Das Buch ist also ein bunter Schmöker geworden, den manche ungeduldig aus der Hand legen, andere mit Begeisterung lesen werden.

Anmerkungen:

Es gibt eine eigene Website über das Buch.

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