Die zwei Grundmuster des Labyrinths
Geschrieben in der Kategorie Labyrinth Schlagworte: Ariadnefaden, Begrenzungslinien, Konstruktion, Prototyp, Zeichnung am 14. Mai 2011 Kommentar »
Nachdem im Blog schon einige Male von den verschiedenen Grundmustern im Labyrinth die Rede war, soll jetzt eine gemeinsame Betrachtung folgen: Es gibt das Grundmuster für die Begrenzungslinien und es gibt das Grundmuster für den Weg, auch Ariadnefaden genannt.
Während ich versuchte, aus den Mustern jeweils ein geometrisch exaktes Labyrinths zu konstruieren, ist mir aufgefallen, dass die beiden Grundmuster im Grunde gar nicht so unterschiedlich sind. Und so möchte ich hier auch beide zusammen darstellen.
Hier erst einmal das Quadrat, dessen vier Seiten jeweils in acht gleiche Teile unterteilt sind. In einer Zeichnung kann man dafür kariertes Papier nehmen und jede Seite 4 cm groß machen. In der Wirklichkeit wären das vier Meter und die Zeichnung hätte dann den Maßstab 1:100.
Die Markierung und Bezeichnung der verschiedenen Punkte sagt schon etwas über die spätere Verwendung bei der Konstruktion aus. ”A” ist der Anfangspunkt; “Z” der Zielpunkt oder das Zentrum, gleichzeitig aber auch ein Mittelpunkt für verschiedene Kreisbögen. Daher gekennzeichnet mit einem größerem Kreissymbol. So wie auch die vier Eckpunkte M1 bis M4, die auch Mittelpunkte für Kreisbögen sind. Und gleichzeitig Endpunkte für die Begrenzungslinien.
Die Wegachsen (der Ariadnefaden) sind mit kleinen Kreuzchen markiert und von 1 bis 7 nummeriert. Dazwischen liegen die Begrenzungslinien, die mit kleinen Kreisen markiert sind.
Hier zuerst das wohlbekannte Grundmuster mit dem gleichschenkligen Kreuz, den vier Winkeln und den vier Punkten.
Doch müssen die Begrenzungslinien nicht zwingend eckig sein, sie können auch rund verlaufen und dann sieht das Muster wie oben aus.
Das Grundmuster für den Ariadnefaden sieht im begrenzenden Quadrat wie oben aus.
Wenn beide Muster zusammen dargestellt sind, erkennt man die Verwandtschaft und die Ähnlichkeit zwischen ihnen. Und auch, dass die Mittelpunkte der unterschiedlichen Kreisbögen identisch sind. Kein Wunder, denn die Linien sind parallel und der rote Faden ist schließlich die Mitte zwischen den schwarzen Begrenzungslinien, also die Wegachse.
Anschließend möchte ich zeigen, welche Kreisbögen von den insgesamt fünf Mittelpunkten aus konstruiert werden. Es gibt Viertel- und Halbkreise, die jeweils in unterschiedlichen Sektoren verlaufen. Die Reihenfolge ist beliebig, weil es im Grunde egal ist, welcher Bogen zuerst gezeichnet oder konstruiert wird. Das ergibt sich von selbst, wenn man das Prinzip oder Rezept zum Zeichnen eines Labyrinthes richtig anwendet. So wie es in den vorangegangenen Artikeln dieses Blogs beschrieben wurde.
Hinweis: Die nachfolgenden, wie auch alle übrigen Zeichnungen, können durch Anklicken vergrößert werden. Es öffnet sich dann jeweils ein neues Fenster.
Hier das fertige Labyrinth mit den Begrenzungslinien (schwarz) und dem Ariadnefaden (rot). Es ist ein klassisches 7-gängiges, linkshändiges Labyrinth.
Wer ein solches Labyrinth bauen möchte, findet in dieser Konstruktionszeichnung im Maßstab 1:100 alle wesentlichen Maße und alle Radien. Es ist eine Art Prototyp für ein Achsmaß von 1 m und skalierbar.




























