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Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, die Grüne Zitadelle von innen kennenzulernen. Ich konnte anläßlich des Labyrinthprojektes auf dem  Magedeburger Domplatz darin wohnen. Im ersten Stock befindet sich nämlich ein Hotel. Und da hatte mich (und Ernst) freundlicherweise die Stadtmarketing Magdeburg e.V. einquartiert. Von da waren es nur wenige Schritte zum “Arbeitsplatz” vor dem Dom.

So konnte ich also die Grüne Zitadelle jeden Tag von innen und außen genießen.

Die Gestaltung der Zimmer erfolgte nach Hundertwassers Vorgaben. So sind  alle Zimmer unterschiedlich gestaltet, keines gleicht dem anderen. Da bei Hundertwasser die gerade Linie verpönt ist, waren auch die Flure, Treppenhäuser, Fußböden, Fliesen und alle sonstigen Einrichtungsgegenstände, wo immer möglich, krumm.

Hier einige Impressionen.

Zunächst als Übersicht aller 33 Bilder:

Dann als Diaschau (die automatisch abläuft):

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Anmerkung zu den Bildern:
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Am besten selbst probieren.

Am 23. April 2009, dem St. Georgstag, erblickte nach 529-jähriger Schwangerschaft ein neues Labyrinth das Licht der Welt auf dem Magdeburger Domplatz.

Rechtzeitig zur Feier des 800-jährigen Domjubiläums des Magdeburger Doms, dem größten und erstem gotischen Dom auf deutschem Boden. Mit dem idealen Liebespaar (Otto und Editha?) in der 16-eckigen Grabkapelle innerhalb des Domes, gleich hinter dem 8-eckigen Taufbrunnen im Eingangsbereich.

Magdeburger Dom

Magdeburger Dom

Was hält Otto auf dem Arm? Eine Scheibe mit 19 Kugeln. Ist es die Blume des Lebens oder gleich die Himmelsscheibe von Nebra? Sagt jedenfalls Gundula Thormaehlen-Friedman, deren Großvater von 1897 – 1911 Leiter der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Magdeburg war.

Das Herrscherpaar

Das Herrscherpaar

Das neue (temporäre) Labyrinth für die Eröffnung des Domjubiläums am 24. April 2009 liegt im Schnittpunkt der Achsen der Tür zum Landtag im Norden des Domplatzes und dem Haupteingang des Doms auf der Nordseite (gleichsam zwischen den Türen) und der Westachse der alten ottonischen Nordkirche, deren Grundriss auf dem Platz auf der Grundlage der Ergebnisse der langjährigen Grabungskampagnen durch Adaptionen, geplant von Daniela Süßmann aus Magdeburg, kenntlich gemacht worden ist.

Der rote Faden im Labyrinth

Der rote Faden im Labyrinth

Den Labyrinthologen und Dädalos durfte ich spielen, tatkräftig unterstützt durch meinen Freund Ernst aus alten Surfertagen.

Das Schnittmuster

Das Schnittmuster

Das Labyrinth ist entstanden durch die fleißigen Hände der von der “Dombauhütte” der Dompfarrei entsandten Handwerker: Alexander, Armin, Fridolin und Sven.

Die Hebammen waren der Domprediger Giselher Quast und Georg Bandarau mit dem unermüdlichen “Mädchen für Alles” Robert Schmidt von Stadtmarketing Pro Magdeburg e.V..
Gleichstellungsbeauftragte herhören: Männer drängen in Frauenberufe.

Sven

Sven

Fridolin und Alexander

Fridolin und Alexander

Armin

Armin

Ernst und Fridolin

Ernst und Fridolin

Domprediger Quast

Domprediger Quast

Teil-Dombauhütte

Teil-Dombauhütte

Wer war der Vater?

Der Augsburger Ratsherr und Frühhumanist Sigismund Gossembrot d.Ä. hat 1480 diesen Labyrinthtyp in einer Handschrift veröffentlicht. Doch es wurde weltweit erstmals hier in Magdeburg als begehbares Labyrinth gebaut.

Die Angaben zu Größe und Gewicht, wie bei jedem Baby üblich:
Es hat 5 Achsen, 9 Umgänge, ein Achsmaß von 1.50 m, eine Mitte mit 9 m Durchmesser, einen Gesamtdurchmesser von 36 m. Die Linien werden gebildet aus einem Klebeband von 5 cm Breite und einer Gesamtlänge von 705 m. Das ergibt eine Länge für den einfachen Weg in die Mitte von 622 m (Quersumme = 10), den unsichtbaren roten Faden, der in der Mitte der weißen Begrenzungslinien verläuft.

Das Fernsehen

Das Fernsehen

Der Domplatz

Der Domplatz

Das Labyrinth

Das Labyrinth

Die ersten Besucher

Die ersten Besucher

Der Überblick

Der Überblick

Der Ansturm

Der Ansturm

Wer sind die Mütter?

Das sind die schon erwähnten Ariadnes unserer Zeit: Gundula Thormaehlen-Friedman und Daniela Süßmann, die bereits vor Jahren die Idee eines Labyrinthes für den Magdeburger Domplatz entwickelt haben. Und die ich letztes Jahr in Dresden auf dem 4. internationalen Labyrinthkongress kennengelernt habe.

Gibt es Paten?

Zu nennen wäre Rosmarie Schmid, für mich die Grande Dame der Labyrinthbewegung. Nicht zu vergessen Agnes, Ilse, Silke, Werner, Jeff, Andreas.  Alle waren irgendwie an der Umsetzung  dieses Projekts beteiligt.

Gibt es Ahnen?

Da ist die Mutter aller Labyrinthe, das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres, das zwischen 1200 und 1210 im Fußboden verlegt wurde und immer noch “aktiv” ist durch die Impulse, die es der weltweiten Renaissance der Labyrinthidee gibt.

Da gibt es Mechthild von Magdeburg (1207 – 1282), die 40 Jahre als Begine in dieser Stadt gelebt hat und deren 800-jähriger Geburtstag erst hier in Magdeburg gefeiert wurde.
Etwa 100 Jahre vorher lebte Hildegard von Bingen (1098 – 1179) auf dem Disibodenberg, wo von Gundula ein klassisches 7-gängiges Labyrinth gebaut wurde.

Georg Bandarau

Georg Bandarau

Besucher

Besucher

Eröffnungsfeier

Eröffnungsfeier

24. April 2009

24. April 2009

Interview

Interview

im Dom

im Dom

Gibt es Geschwister?

Im Stadtteil Buckau von Magdeburg entstand 2006 ein klassisches Labyrinth im Zuge des Projekts  “Grüne Mitte – das Labyrinth”.

In der Lutherstadt Eisleben im Garten des Klosters Helfta (wo Mechthild von Magdeburg starb) gibt es ein Lebendiges Labyrinth, das als klassisches 7-gängiges Labyrinth gebaut wurde.

Dann gibt es in Steigra eines der vier historischen Rasenlabyrinthe von Deutschland. Es liegt auf den himmlischen Wegen zwischen Halle, Langeneichstädt, Nebra und Goseck, auch wenn es da (noch) nicht als Standort aufgezählt wird.
Am Samstag nach St. Georg (23. April) feiert die ganze Gemeinde seit 1995 ein Frühlingsfest am 11-gängigen, klassischen Labyrinth, auch Trojaburg oder Schwedenring genannt. Dabei wird die Wintersonne durch einen Ritter aus den Fängen des Labyrinths befreit.

25. April 2009: Anne Ulrich und Ronny Herzau

25. April 2009: Anne Ulrich und Ronny Herzau

Sachsen-Anhalt, Land der Frühaufsteher oder Land der Labyrinthe?

Was wird aus unserem temporären Labyrinth auf dem Magdeburger Domplatz?

Ist es wirklich am Samstag, dem 2. Mai 2009, dem ersten weltweit gefeiertem Tag des Labyrinths schon verschwunden?

Oder erfüllt sich der Traum so vieler von einem dauerhaften Labyrinth für den Magdeburger Dom?

Lebt es nur noch weiter in den Herzen der Magdeburger Bürgerinnen und Bürger?

Schweben

Schweben

Rennen

Rennen

Nordic Walking

Nordic Walking

in der Mitte

in der Mitte

Anfang/Ende

Anfang/Ende

im Morgenlicht

im Morgenlicht

Vielleicht ist das 800-jährige Domjubiläum ja der Klaps auf den Hintern des Babys, das ihm Luft zum Leben verschafft?

Danke an alle, die am Ariadnefaden dieses Labyrinths mitgeknüpft haben.

Die Grüne Zitadelle von Magdeburg

Bisher habe ich das nur als “Beruhigungsbild” bei meinem Zahnarzt gesehen, doch nun wurde es Wirklichkeit: Ich habe die Grüne Zitadelle von Friedensreich Hundertwasser in Magdeburg selbst erleben können. Nun ja, ich habe sie von außen umrundet und in allen möglichen Perspektiven angeschaut. Leider reichte die Zeit nicht für eine Führung. Aber das nächste Mal will ich das nachholen. Und dann gibt es vielleicht noch einmal Bilder von der Grünen Zitadelle.

Tafel 1

Tafel 1

Tafel 2

Tafel 2

Ich spare mir eine lange Beschreibung. Wer mehr wissen will, kann diese beiden Bildchen vergrößern durch Anklicken und den Text der Informationstafel vor dem Haus nachlesen.

Himmelreichstraße

Himmelreichstraße

Besonders gefallen hat mir ein Straßenschild mit dem schönen Namen Himmelreichstraße. Dazu im Hintergrund Friedensreich Hundertwassers goldene Kuppeln und die hohen Türme des Magdeburger Doms.

Weitere Impressionen sind zu sehen in dieser Diaschau.

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Der Grundriss

Der Grundriss

In Magdeburg gibt es seit Dezember 2006 ein neues Labyrinth. Es wurde geplant und gebaut vom Stadtplanungsamt der Stadt Magdeburg als Element der Stadtentwicklung.

Luftaufnahme

Luftaufnahme

Ich zitiere aus einem Flyer zum Projekt: Mein Baum für Buckau, “Grüne Mitte – das Labyrinth”.

Die “Grüne Mitte” im Stadtteil Buckau ist als ein Grünzug durch die einst eng bebauten Arbeiterviertel geplant worden. Schrittweise wurden auf den Brachflächen unterschiedlich gestaltete Grünbereiche mit verschiedenen Funktionen erstellt, um eine Aufwertung der Wohnqualität zu erreichen und einen grünen Rahmen für bauliche Aktivitäten zu schaffen. Der gestaltete Grünzug führt bewusst an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen der Kunst und Kultur vorbei, die Reflexionen auf die Gestaltung der unmittelbar angrenzenden Flächen ausüben. Die sogenannten Pocketparks sind intensiv gestaltete Freiflächen mit unterschiedlicher Nutzung, wie Kreativgarten, Kinderspielbereich, Ruheplatz, Festplatz und als vorläufig letzter Bauabschnitt das Labyrinth. Die “Grüne Mitte” verbindet das Elbufer mit dem Kernbereich des Sanierungsgebietes Buckau.

Letzte Woche habe ich das Labyrinth besucht und einige Fotos davon mitgebracht.

Der Labyrinthweg besteht aus rechteckig geschnittenen Granitplatten von 1 m Länge und 0,5 m Breite, die in einer Rasenfläche liegen. “Bedacht” wird das Labyrinth von 168 Platanen, für die 168 Schülerinnen und Schüler die Baumpatenschaft übernommen haben. Als Besiegelung ihrer Patenschaft wurde jeweils eine Flasche mit ihrem Lebenslauf in der Baumgrube versenkt. Der Eingang des Labyrinths ist mit einer Granitstele markiert, die die Lebensaufgabe symbolisieren soll und am Ende des Weges (also in der Mitte) markiert wieder eine Granitstele, die dort für die Ruhe und Klarheit stehen soll, das Ziel.
Die Linienführung des Labyrinths ergibt sich aus einer abgewandelten Form des klassischen Labyrinths mit 3 (verschobenen) Wendepunkten und 5 Umgängen. Das Ganze ist angeordnet in einer strengen rechteckigen Form, in die die Wege eingeschrieben sind und die durch die, zwar ebenfalls rasterförmig gepflanzten Bäume, aufgelockert wird. Also eine etwas eigenwillige und moderne Interpretation des ursprünglichen und ältesten Labyrinthtyps. Warum nicht?
Noch einmal aus dem Flyer:

Vorher – Nachher
Die ursprünglich vom Industriellen Dommerich erstellte Zichorienfabrik wurde 2006 abgerissen, das mit zahlreichen Garagen und Schuppen belegte Gelände für die Begrünung freigeräumt.
Es entstand eine großzügig gestaltete Grünfläche, die die Aufenthaltsqualität im Freien und die Identität mit dem Stadtteil Buckau erhöht. 168 Platanen werden künftig ein Baumdach, einen grünen Raum bilden.