Wie mähe ich ein Labyrinth in eine Wiese?
Geschrieben in der Kategorie Labyrinth Schlagworte: Ariadnefaden, Knidos, mähen, Villa Unspunnen am 12. Juli 2009 Kommentar »
Sinnvollerweise wird dabei der Weg, also der Ariadnefaden, dargestellt. Und nicht die Begrenzung, wie es sonst beim Bau eines Labyrinths üblich ist. Es wird also gleichsam das Labyrinth aus dem Gras herausgeschnitten. Am besten geht das, wenn das Gras noch nicht so hoch ist.
Wenn man weiß wie der Weg verläuft und genug Platz hat, kann man gleich mit dem Rasenmäher loslegen. Dabei sollte man aber keine Fehler machen und an die Wege denken, die noch dazwischen kommen. Ich meine hier das klassische Labyrinth, das ja bekanntlich die Wegfolge: 3 – 2 – 1 – 4 – 7 – 6 – 5 – Mitte aufweist.
Wenn man es etwas genauer machen will, kann man folgende Methode verwenden.
Ich verwende dafür 5 etwa 1 m lange und 1 cm dicke Eisenstäbe (auch Pflasterereisen genannt) und ein 3 mm dickes Stahlseil, das entsprechend den verschiedenen Radien markiert ist. Ein Seil ginge auch, dehnt sich aber meistens zu sehr.
Als Beispiel dient hier ein Labyrinth mit größerer Mitte (Knidos Labyrinth) und einem Achsmaß von 1 m. Das ergibt bei 4 m Mitte einen Gesamtdurchmesser von 18 m. Das ist aber skalierbar. Das heißt, wenn ich nur 9 m Gesamtdurchmesser will, multipliziere ich alle Maße (auch die “schrägen”) mit 0,5. Bei Faktor 0,6 bekomme ich dann 10,80 m Gesamtdurchmesser. Undsoweiter.
Zunächst lege ich die 5 Mittelpunkte für die verschiedenen Bögen fest und markiere sie mit den Eisenstäben.
Das Mähen beginnt man am besten in der Mitte. Das Drahtseil ist (bei mir) an einem Karabinerhaken befestigt. Diesen hänge ich in M1 ein und lasse den Rasenmäher der Markierung (R = 1,50 m) für den entsprechenden Radius folgen. Die liegenbleibende Fläche in der Mitte wird gleich freigemäht.
Dann wird jeweils das Seil umgehängt und der Reihe nach werden alle Bögen abgemäht. Das wäre hier der R = 2,50 m im Mittelpunkt M3. Dann R = 1,50 m um M2 herum.
Zu beachten ist natürlich von wo bis wo der Bogenverläuft und wo der Radius wechselt. Diese Punkte liegen auf einer Verlängerung der Linien durch die verschiedenen Mittelpunkte.
Ganz am Schluss mäht man noch einmal freihändig um das Ganze herum, um die äußere Begrenzung des Labyrinths sichtbar werden zu lassen.
Bei einer Rasenmäherbreite von etwa 50 cm, bleibt eine Breite von ebenfalls 50 cm für die Begrenzung (das, was stehen bleibt). Die Maßangaben in der Zeichnung beziehen sich jeweils auf die Achse, also die Mitte des Weges.
Das Labyrinth auf den Fotos ist so entstanden. Der Weg geht zuerst nach rechts, also war das Labyrinth gespiegelt. Die Größe ist 9 m, also wurden die Maße in der Zeichnung mit 0,5 multipliziert.
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