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Das Labyrinth der Rosen

Es geht um das Buch von Titania Hardie: Das Labyrinth der Rosen, das 2008 im Diana Verlag erschienen ist.

Das Buch

Das Buch

Hier eine Buchbesprechung der Labyrinthexpertin und Autorin Ilse M. Seifried aus Wien:

Wer schon einmal das Chartres Labyrinth gegangen ist, weiss, dass der Weg ein sehr sehr langer ist, der manchmal als sehr mühsam erlebt werden kann. Ebenso verhält es sich mit dem ersten Roman der Autorin.

Im Labyrinth

Im Labyrinth

Nicht nur der Einstieg ist mühsam, denn durch ihre vielen erklärenden Erzählungen kommt die Spannung zu kurz. Auch gelingt es ihr nicht, die Personencharaktere zielsicher umzusetzen. Sie hat allerdings gut recherchiert und sich einen netten Plot ausgedacht, der die aktuellen fundamentalistischen Bestrebungen kritisch thematisiert. Doch alles in allem enttäuscht das Buch, weil die Autorin in Klischees verhangen bleibt, gleichwohl sie bemüht versucht, der weiblichen Seite der Welt Gewichtung zu geben.

Wer sich mit Labyrinthen auskennt, literarischen Stil oder Krimis wie jene von Fred Vargas schätzt, wird enttäuscht sein. Doch wer noch nie zuvor von Labyrinthen gehört hat, könnte angeregt werden, sich mit dieser Thematik vertiefender auseinandersetzen oder Chartres sehen zu wollen.

Das Chartres Labyrinth

Das Chartres Labyrinth

Das Buch, das ansprechend und aufwendig (bebildeter Anhang) gestaltet wurde, bezieht sich ausschließlich auf das Chartres (1220 n.u.Z.) Labyrinth, als hätte es davor kein anderes gegeben – auch wenn kurz Bezug auf Ariadne genommen wird. Dem „Wandlungscharakter“ nähert sie sich durch Beschreibung von Visionen aber auch der Auflösung von Raum und Zeit.

„… Sie hatte ihn gestern davon überzeugt, dass das Labyrinth die Macht der Alchemie besaß. Wenn man dafür aufnahmefähig war, konnte es die Seele heilen, zu einer neuen Sicht auf die Welt und zu neuen Gefühlen führen.“

Das Thema „zelluläres Gedächtnis“ arbeitet sie auf, indem sie die Heldin eine Herztransplantation erfahren lässt. Historische Persönlichkeiten wie Shakespeare, Giordano Bruno, John Dees u. a. spannen den Bogen über die Jahrhunderte.

Das Buch ist also ein bunter Schmöker geworden, den manche ungeduldig aus der Hand legen, andere mit Begeisterung lesen werden.

Anmerkungen:

Es gibt eine eigene Website über das Buch.

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